Mutter eines wegen Israel-Protests verhafteten Jugendlichen empört: 'Wo bleibt unsere Solidarität mit Palästina?'
Nachdem Aktivisten während der Eröffnungsrede von AKP-Parteichef und Präsident Recep Tayyip Erdoğan beim TRT World Forum 2024 mit dem Ruf „Schiffe transportieren Bomben nach Gaza“ protestiert hatten und daraufhin verhaftet wurden, stellte Handan Turan, die Mutter der inhaftierten Şeyma Yıldırım, die Frage: „Ist das Gerechtigkeit? Wo bleibt unsere Solidarität mit Palästina?“
Während Erdoğan beim TRT World Forum sprach, wurden 9 Personen verhaftet, die gegen den Handel mit Israel protestierten, indem sie riefen: „Schiffe transportieren Bomben nach Gaza“.
Es wurde bekannt, dass die Verhaftung aufgrund eines Verstoßes gegen das Gesetz Nr. 2911 über Versammlungen und Demonstrationen erfolgte, während im Hinblick auf den Vorwurf der „Beleidigung des Präsidenten“ eine gerichtliche Kontrolle angeordnet wurde.
Nach der Entscheidung äußerten sich die Plattform „Tausend Jugendliche für Palästina“, die Plattform „Widerstandszelt“, der stellvertretende Vorsitzende der Saadet-Partei Mustafa Kaya, der Anwalt Fatih Erbican sowie Handan Turan, die Mutter der verhafteten Şeyma Yıldırım, vor dem Istanbuler Justizgebäude in Çağlayan und protestierten gegen das Urteil.
„MEIN VERTRAUEN IN DIE GERECHTIGKEIT MEINES LANDES IST VÖLLIG VERSCHWUNDEN“
Handan Turan, die Mutter der verhafteten Şeyma Yıldırım, erklärte, dass sie keinen Glauben mehr an die Gerechtigkeit habe, und sagte:
„Ich bin hierhergekommen, um meine Tochter abzuholen. Aber leider habe ich erfahren, dass ein Haftbefehl vorliegt, und das macht mich sehr traurig. Mein Vertrauen in die Gerechtigkeit meines Landes ist wirklich völlig verschwunden.
Diese Kinder haben nichts getan. Sie haben lediglich die Menschlichkeit verteidigt, sie haben die Gerechtigkeit verteidigt.
Dass Menschen in diese Lage geraten, ist mit ihrem Gewissen nicht vereinbar. Ist das etwa Gerechtigkeit? Wo bleibt unsere Solidarität mit Palästina?
Wir sagten doch, wir stünden an der Seite Palästinas. Was ist passiert? Warum führen selbst kleinste Schritte für Palästina sofort zu Gefängnisstrafen?
Ist das unsere Art, an der Seite Palästinas zu stehen? Ich glaube jedenfalls nicht an diese Gerechtigkeit.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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