Nach dem Brand im Kartalkaya Grand Hotel verhaftet: Aussagen von 3 städtischen Mitarbeitern bekannt geworden
Die Ermittlungen zum Brand im Kartalkaya Grand Hotel in Bolu, bei dem 78 Menschen ums Leben kamen und 51 verletzt wurden, dauern an. Wie bekannt wurde, wiesen der verhaftete stellvertretende Bürgermeister von Bolu, der Feuerwehrchef und ein Feuerwehrmann in ihren Aussagen die Vorwürfe zurück.
Der Hotelbrand, der sich am 21. Januar in der Region Kartalkaya in Bolu ereignete und 78 Menschen das Leben kostete sowie 51 weitere verletzte, hat die Türkei in tiefe Trauer versetzt.
In den Ermittlungen, die nach der Katastrophe eingeleitet wurden, wurden 19 Personen verhaftet; unter den Inhaftierten befinden sich auch der stellvertretende Bürgermeister von Bolu, Sedat Gülener (44), der Feuerwehrchef Kenan Coşkun (44) und der Feuerwehrmann İrfan Acar (35). Im Rahmen der Ermittlungen erklärten diese drei Personen in ihren Aussagen vor Gericht, dass sie die Vorwürfe nicht akzeptieren und beantragten, sich während des laufenden Verfahrens auf freiem Fuß verteidigen zu dürfen.
'ALLE DOKUMENTE WURDEN VORGELEGT'
Der stellvertretende Bürgermeister von Bolu, Sedat Gülener, wies in seiner Verteidigung vor dem Friedensgericht die Vorwürfe zurück. Gülener äußerte sich in seiner Aussage wie folgt:
"Ich akzeptiere den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung nicht. Ich bin seit 25 Jahren Staatsbeamter und habe meine Pflichten erfolgreich erfüllt. Alle Dokumente bezüglich des Brandes wurden von uns zu den Akten gereicht. Es wurde sogar eine Hausdurchsuchung bei mir durchgeführt, aber es besteht kein Verdacht auf Beweisverdunkelung. Zudem befinde ich mich aufgrund gesundheitlicher Probleme in Behandlung und habe die entsprechenden Unterlagen dem Gericht vorgelegt. Ich beantrage, mich auf freiem Fuß verteidigen zu dürfen."
''WIR HABEN DUTZENDE MENSCHENLEBEN GERETTET''
Der Feuerwehrchef Kenan Coşkun, der angab, gemeinsam mit seinen Teams am Brandort gearbeitet zu haben, sagte zu seiner Verteidigung bezüglich der Vorwürfe:
"Wir sind mit meinen Teams schnell am Einsatzort eingetroffen und haben an den Rettungsarbeiten teilgenommen. Wir haben Dutzende Menschenleben gerettet. Ich akzeptiere jedoch den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung nicht. Mir wurde auch kein Beweis für diesen Vorwurf vorgelegt. Ich beantrage, zur Verteidigung auf freiem Fuß freigelassen zu werden."
''ICH HABE MEINE PFLICHT NICHT VERNACHLÄSSIGT''
Der Feuerwehrmann İrfan Acar erklärte, er habe die Mängel im Hotel festgestellt und gemeldet, und äußerte sich wie folgt:
"Ich habe alle Mängel des 13-stöckigen Gebäudes Punkt für Punkt festgestellt und den zuständigen Stellen gemeldet. Ich habe meine Pflicht in keiner Weise vernachlässigt. Ich akzeptiere die Vorwürfe nicht. Außerdem habe ich ein 8 Monate altes Baby und ein Kind, das gerade in die Schule gekommen ist. Ich beantrage, für meine Familie und meine Kinder auf freiem Fuß verteidigt zu werden."
BRANDERMITTLUNGEN DAUERN AN
Während die detaillierten Ermittlungen zum Brand fortgesetzt werden, werden viele Aspekte wie die Brandursache und die Angemessenheit der Sicherheitsvorkehrungen im Hotel untersucht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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