Nach PKK-Auflösungsbeschluss zusammengetreten: DEM-Partei-Vorstand legt Fahrplan für neuen Prozess fest
Nachdem die Terrororganisation PKK ihre Auflösung und die Entscheidung zur Waffenabgabe bekannt gegeben hatte, sind die Inhalte der Beratungen des DEM-Partei-Vorstands (MYK) zum neuen Öffnungsprozess bekannt geworden.
Im Rahmen des neuen Öffnungsprozesses, den die Regierung als „Terrorfreies Türkiye“ bezeichnet, gab die Terrororganisation PKK gestern Morgen (12. Mai) in einer Erklärung ihre Selbstauflösung bekannt.
Nach der Ankündigung der separatistischen Terrororganisation zur Waffenabgabe trat der Zentrale Exekutivausschuss (MYK) der DEM-Partei zusammen, um den neuen Öffnungsprozess zu bewerten und den weiteren Fahrplan festzulegen.
RECHTLICHE ABSICHERUNG UND BESUCHSTOUR BEI POLITISCHEN PARTEIEN
Dem Bericht von Gerçek Gündem zufolge wurde bei dem Treffen auf Basis der Erfahrungen aus dem ersten, 2013 begonnenen und später beendeten Öffnungsprozess darüber gesprochen, dass Personen, die auf Imralı mit dem Terroristenführer verhandelten und eine aktive Rolle im Prozess spielten, rechtlich abgesichert werden müssen. Zudem wurde bekannt, dass in den kommenden Tagen politische Parteien besucht werden sollen, um Unterstützung für die rechtliche Verankerung des Prozesses zu suchen.
Die DEM-Partei, die behauptet, dass der Begriff „türkisches Volk“ in der Verfassung nicht inklusiv sei, schlägt die Schaffung eines speziellen Rahmens unter der Führung des Parlamentspräsidenten und unter Beteiligung aller politischen Parteien vor, um den Prozess auf eine rechtliche und juristische Grundlage zu stellen.
DEM-Quellen, die den Aufruf „Die Regierung soll sich gesetzeskonform verhalten“ erheben, fordern die Einhaltung der Urteile des EGMR und des Verfassungsgerichts, ein Ende der willkürlichen Praktiken der Gefängnisbeobachtungsausschüsse, die Freilassung des Gezi-Häftlings Can Atalay sowie die Anerkennung seines Abgeordnetenstatus und die Aufhebung der Zwangsverwaltungspraktiken. Es wird jedoch ausdrücklich betont, dass diese Schritte nicht als Vorbedingung betrachtet werden.
JUSTIZPAKET AUF DER AGENDA
Die DEM-Partei weist darauf hin, dass in diesem Prozess Justizpakete schnell auf den Weg gebracht werden könnten und dass es sich dabei um mehrere Pakete handeln könnte. In einer ersten Phase fordert sie eine Regelung für kranke Häftlinge und Verurteilte, eine Strafvollzugsreform, eine Regelung zur Beendigung der Praktiken der Beobachtungsausschüsse sowie eine Änderung des entsprechenden Artikels im türkischen Strafgesetzbuch, der vom Verfassungsgericht bereits zweimal aufgehoben wurde und die Bestrafung derjenigen vorsieht, die im Namen einer Organisation Straftaten begehen, ohne deren Mitglied zu sein. Parteiquellen gehen davon aus, dass das erste Justizpaket, dessen Einbringung in die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) erwartet wird, erst nach dem Opferfest (Kurban Bayramı) kommen wird.
ERWARTUNG EINER AMNESTIE
Darüber hinaus wird angestrebt, die Kontakte zwischen den Parteien zu intensivieren und den Schwerpunkt auf die Arbeit innerhalb und außerhalb des Parlaments zu legen. DEM-Quellen, die argumentieren, dass die Regierung in den letzten Jahren Erwartungen auf eine Amnestie in den Gefängnissen geweckt habe, weisen darauf hin, dass Justizpakete zügig vorbereitet werden müssten, um die Erwartungen der Häftlinge zu erfüllen.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu