Nachricht von Deniz Göktaş nach dem Haftbefehl: 'Sie werden unsere Freude nicht stehlen können'
Der Komiker Deniz Göktaş ließ seine Anwälte nach seiner Verhaftung wegen angeblicher 'Beleidigung des Präsidenten' und 'Herabwürdigung religiöser Werte' wissen: 'Sie werden unsere Freude nicht stehlen können'.
Deniz Göktaş, der am 1. Juni im Harbiye Cemil Topuzlu Freilufttheater auftrat, stieß mit seiner Stand-up-Show 'Ölü Deniz' auf großes Interesse beim Publikum. Nachdem das Video der Show am 24. Juni auf YouTube hochgeladen wurde und in kurzer Zeit etwa 10 Millionen Aufrufe erreichte, geriet er aufgrund der Witze in seinem Programm ins Visier von Kritikern, insbesondere aus regierungsnahen Kreisen.
Nach der Show war Göktaş mit Freunden ins Ausland gereist, kehrte jedoch aufgrund des gegen ihn eingeleiteten Gerichtsverfahrens in die Türkei zurück. Der Komiker wurde am Flughafen Istanbul festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Gericht überstellt.
Nach dem Verhör durch das Friedensgericht wurde Deniz Göktaş wegen des Vorwurfs der 'Beleidigung des Präsidenten' und der 'Herabwürdigung religiöser Werte' inhaftiert und in ein Gefängnis überführt.
Wie der Journalist Barış Pehlivan berichtete, zeigte Göktaş seine Entschlossenheit gegenüber seinen Anwälten mit den Worten: 'Sie werden unsere Freude nicht stehlen können'. Zudem übermittelte er dem CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu, der gekommen war, um ihn zu unterstützen, eine bemerkenswerte Botschaft mit den Worten: 'Lasst die CHP in Ruhe'.
'SIE KÖNNEN KUNST UND KÜNSTLER NICHT EINSCHLIESSEN'
Der CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu, der nach der Entscheidung zum Çağlayan-Gericht kam, um Unterstützung zu zeigen, wurde mit Protesten empfangen und verließ das Gerichtsgebäude durch den Hinterausgang. In einer Erklärung vor dem Gerichtsgebäude kritisierte Kılıçdaroğlu die gerichtliche Entscheidung mit folgenden Worten:
'Ein Staat, der Kunst und Künstler nicht schützt, kann die moderne Zivilisation nicht erreichen.
Deshalb halten wir die Verhaftung von Herrn Göktaş absolut nicht für richtig. Er kam mit seinem Rucksack auf dem Rücken in die Türkei. Ich wiederhole es noch einmal: Er kam mit seinem Rucksack auf dem Rücken in die Türkei. Er hat keine Absicht zu fliehen.
Man kann ihn kritisieren, aber man kann Kunst und Künstler nicht ins Gefängnis stecken. Das ist nicht richtig. Es schadet der Demokratie und den Menschenrechten.'
Nachrichtenquelle: 12punto
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