Nachrichten zwischen Onkel und seinem Arbeiter als Mordbeweis in die Akten aufgenommen
Im Rahmen der Ermittlungen zum Tod von Narin Güran sind die Nachrichten zwischen dem inhaftierten Onkel und Dorfvorsteher Salim Güran und seinem 15-jährigen Arbeiter R.A. aufgetaucht, die hinter dem Mord stehen könnten. Es wird vermutet, dass dieser Schriftverkehr dazu beitragen wird, den Knoten im Mordfall zu lösen.
Im Rahmen der Ermittlungen zum Fall Narin Güran, deren Leiche 19 Tage nach ihrem Verschwinden im Dorf Tavşantepe im Bezirk Bağlar in Diyarbakır gefunden wurde, waren von den 22 Verdächtigen, die der Staatsanwaltschaft von Diyarbakır überstellt wurden, 8 inhaftiert worden.
Alican Uludağ von DW Türkçe hat die Aussage des 15-jährigen R.A., der als Arbeiter von Salim Güran tätig ist und unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen wurde, bei der Staatsanwaltschaft eingesehen.
Die Aufzeichnungen, die in die Akten aufgenommen wurden, zeigen, wie Salim Güran seinen Arbeiter mit der Nachricht „An der Ecke da hinten ist etwas heruntergefallen, etwas, das dir gehört, am Hang da hinten“ anleitete, woraufhin R.A. mit „Okay, noch nicht bei mir/okay, noch nicht gestorben“ antwortete.
Bei den in die Akten aufgenommenen Nachrichten handelt es sich um Gespräche, die nach dem Verschwinden von Narin geführt wurden. Demnach fand zwischen den beiden folgender Schriftverkehr statt:
Salim Güran: An der Ecke da hinten ist etwas heruntergefallen, etwas, das dir gehört, am Hang da hinten, die Ecke des Hangs ist ein Stein.
R.A.: Äh
Salim Güran: Einer liegt am Boden
R.A: Okay, noch nicht bei mir, noch nicht gestorben.

ER KONNTE SICH NICHT AN DEN SCHRIFTVERKEHR MIT DEM ONKEL ERINNERN
Der besagte Schriftverkehr wurde R.A. während des Verhörs vorgelegt. R.A. behauptete: „Bei Gott, ich erinnere mich an so etwas nicht.“
Zudem gab R.A. während des Verhörs auf viele Fragen widersprüchliche Antworten. In seiner Aussage behauptete er, dass der Dorfvorsteher Salim Güran ihn nach 14:00 Uhr nie verlassen habe, außer um sich umzuziehen, und dass sie auf dem Feld gewesen seien. R.A. behauptete, Salim Güran sei zwischen 14:00 und 15:00 Uhr zu ihnen gekommen, habe gesagt: „Ich gehe nach Hause, ziehe mich um und komme wieder“ und sei dann gegangen; 5 bis 10 Minuten später sei der Dorfvorsteher wieder zur Bohrstelle zurückgekehrt.
Der ermittelnde Staatsanwalt erinnerte an die Aussagen von Salim Güran, in denen dieser angab, das Feld verlassen zu haben, um an andere Orte zu gehen, und fragte: „Was ist Ihre Erklärung für diesen Widerspruch?“ R.A. antwortete jedoch: „Ich habe zu diesem Widerspruch nichts zu sagen.“
Der Verdächtige wurde auch zu seinen Gesprächen mit Salim Güran am 21. August um 08:33, 15:52, 18:37, 18:52 und 18:54 Uhr befragt. R.A. behauptete jedoch, sich an diese Gespräche nicht erinnern zu können.
Es wurde daran erinnert, dass Nevzat B. in seiner Aussage angab, etwa 15 bis 20 Minuten nach 15:08 Uhr habe Salim Güran ihn vom Hügel in der Nähe des Stalls von Narins Vater Arif Güran aus gerufen und gesagt: „Mach dich bereit, wir haben Arbeit mit dir“, sei kurz darauf zu ihm gekommen und habe ihm den Körper von Narin übergeben.
Demgegenüber wurde R.A. im Verhör darauf hingewiesen, dass er sich in Widersprüche verstricke, da er behauptete, Salim Güran von 14:00 bis 20:00 Uhr nicht von der Seite gewichen zu sein. R.A. sagte dazu nur: „Ich habe dazu nichts zu sagen.“
„WARUM VERSUCHEN SIE, IHN ZU SCHÜTZEN?“
Der ermittelnde Staatsanwalt fragte: „Warum versuchen Sie angesichts all dieser Widersprüche, Salim Güran zu schützen?“ R.A. antwortete: „Ich schütze Salim nicht. Salim hat mich nach 14:00 Uhr nicht verlassen, außer um sich umzuziehen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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