Netanjahu außer sich vor Wut: Krise um türkische Flagge in Gaza
Das Auftauchen von Baumaschinen mit türkischen Flaggen während des Wiederaufbaus in Gaza hat in der israelischen Regierung für eine Krise gesorgt. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, dass „kein Türke Gaza betreten hat und betreten wird“. Das von den Parteien unterzeichnete Friedensabkommen sieht jedoch den Zugang türkischer Teams in die Region vor.
In Gaza, das durch israelische Angriffe weitgehend zerstört wurde, hat der Wiederaufbau begonnen. Baumaschinen und Arbeiter mit türkischen Flaggen haben in der Region damit begonnen, Trümmer zu beseitigen und Wiederaufbauarbeiten durchzuführen. Die Arbeiter setzten die Räumungs- und Ausgrabungsarbeiten im Schatten türkischer Flaggen fort.
Die Bilder aus Gaza stießen in der israelischen Regierung auf Ablehnung. Die Präsenz der türkischen Flagge in der Region löste unter israelischen Beamten diplomatische Spannungen aus.
„KEIN TÜRKE HAT GAZA BETRETEN UND WIRD ES BETRETEN“
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte nach dem Bekanntwerden der Bilder, dass „kein Türke Gaza betreten hat und betreten wird“. Der US-Vizepräsident J.D. Vance unterstützte Netanjahus Aussage und betonte, dass „niemand Israel zu etwas zwingen kann“.
Dem Friedensabkommen zwischen Israel und der Hamas, bei dem die Türkei ebenfalls als Garantiemacht fungiert, zufolge ist jedoch der Zugang türkischer Teams zu Gaza vertraglich festgelegt.
KRITIK EINER ISRAELISCHEN MINISTERIN AN NETANJAHU
Die israelische Ministerin Meirav Cohen äußerte sich kritisch zur Tätigkeit türkischer Hilfsorganisationen in Gaza. In einer Stellungnahme an Netanjahu fragte sie: „Wo ist der absolute Sieg, von dem Netanjahu spricht?“
Netanjahu hingegen behauptete, dass es sich bei den in Gaza gesichteten Arbeitern mit türkischen Flaggen nicht um türkische Staatsbürger handele. Er behauptete, die Arbeiter würden lediglich Westen internationaler Hilfsorganisationen tragen.
AFAD-TEAM WURDE DER ZUGANG VERWEIGERT
Es wurde zudem daran erinnert, dass einem 81-köpfigen Such- und Rettungsteam der AFAD letzte Woche die Einreise nach Gaza verweigert wurde. Es wurde betont, dass Netanjahu in dieser Hinsicht „entschlossen sei, keinen Türken nach Gaza zu lassen“.
Bezüglich einer möglichen Stationierung türkischer Soldaten in Gaza sagte der israelische Premierminister Netanjahu: „Ich habe dazu sehr feste Ansichten. Möchten Sie raten? Ich denke, Sie wissen es.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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