Neue Ära bei Verkehrsverstößen: Verschärfte Sanktionen im Parlament auf der Tagesordnung
In dieser Woche steht im Parlament ein Gesetzesentwurf im Mittelpunkt, der eine drastische Erhöhung der Bußgelder im Straßenverkehr vorsieht. Mit der Neuregelung kommen zahlreiche verschärfte Strafen auf Autofahrer zu.
In der Großen Nationalversammlung der Türkei werden in der neuen Woche die Beratungen über einen Gesetzesentwurf, der eine Erhöhung der Verkehrsbußgelder vorsieht, mit hohem Tempo fortgesetzt. Mit den neuen Regelungen im Entwurf, von denen die ersten 23 Artikel bereits angenommen wurden, steigen nicht nur die Bußgelder, sondern es werden auch strengere Maßnahmen für Autofahrer eingeführt.
Im Rahmen des Entwurfs wird bei einer Überschreitung der innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung um 46 bis 55 Kilometer pro Stunde der Führerschein des Fahrers für 30 Tage eingezogen. Wird die Geschwindigkeitsbegrenzung um 56 bis 65 Kilometer überschritten, beträgt die Strafe 60 Tage, bei einer Überschreitung von mehr als 66 Kilometern sind es 90 Tage.
Darüber hinaus wird gegen Fahrzeughalter, die Rettungswagen, Feuerwehrfahrzeugen oder Fahrzeugen der Waldbrandbekämpfung nicht die Vorfahrt gewähren, ein Bußgeld in Höhe von 46.000 Lira verhängt. Fahrer, die ein anderes Fahrzeug in aggressiver Absicht verfolgen und aus ihrem Fahrzeug aussteigen, müssen mit einem Bußgeld von 180.000 Lira rechnen, zudem wird ihr Führerschein für zwei Monate eingezogen. Wer durch einen Rotlichtverstoß einen Unfall verursacht, erhält ein zweimonatiges Fahrverbot.
DISZIPLIN DURCH HOHE BUẞGELDER
Autofahrer, die während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzen, müssen künftig mit einem Bußgeld von 5.000 Lira rechnen. Die Strafe für das Führen eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss wird auf 25.000 Lira angehoben. Zudem müssen Personen, die im Internet oder in sozialen Medien Inhalte verbreiten, die zu Verkehrsverstößen anstiften, ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Lira zahlen.
Für die unbefugte Nutzung von Blaulichtern (Çakar) sind deutlich höhere Sanktionen vorgesehen. Gegen diese Personen wird ein Bußgeld in Höhe von 276.000 Lira verhängt, um die unbefugte Nutzung zu unterbinden.
Es wird erwartet, dass die neuen Regelungen eine große abschreckende Wirkung für die Sicherheit von Leben und Eigentum im Straßenverkehr haben werden. Es ist geplant, dass der gesamte Gesetzesentwurf in Kürze im Plenum des Parlaments beraten und verabschiedet wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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