Neue Beweise im von Özel aufgedeckten IMM-Börsenskandal! 4,5 Millionen Dollar für Freilassung gefordert
Nach den Vorwürfen des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel bezüglich einer sogenannten „IMM-Prozessbörse“, die er bei einer Kundgebung in Tuzla äußerte, gibt es neue Entwicklungen. Laut CHP-Quellen liegen schwerwiegende Beweise dafür vor, dass Anwälte mit Verbindungen zu bestimmten Staatsanwälten Millionenbeträge von Familien forderten.
CHP-Chef Özgür Özel hatte am vergangenen Mittwoch bei einer Kundgebung in Tuzla behauptet, dass bestimmte Anwälte, die in Verbindung mit Staatsanwälten stünden, eine „IMM-Prozessbörse“ eingerichtet hätten. Die Nachwirkungen dieser Äußerungen halten an. Özel hatte erklärt, er verfüge über konkrete Beweise. Nun tauchen neue Informationen auf, die diese Vorwürfe stützen. Unter den Anschuldigungen befindet sich auch der Fall einer Familie, von der im Austausch für eine Freilassung 4,5 Millionen Dollar gefordert wurden.
TONAUFNAHMEN UND SCHRIFTVERKEHR VORHANDEN
Wie DW Türkçe unter Berufung auf CHP-Quellen berichtet, soll der festgenommene Rechtsanwalt Mehmet Yıldırım Kontakt zu Familien aufgenommen haben, wobei eine Familie dies per Tonaufnahme dokumentiert habe. In dem Bericht heißt es dazu:
„Eine Familie hat ein 40-minütiges Gespräch aufgezeichnet und wird bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Zudem liegt ein WhatsApp-Schriftverkehr mit dem betroffenen Staatsanwalt vor. Der besagte Staatsanwalt habe gefordert, eine Aussage gegen İmamoğlu zu machen. Der Anwalt habe der Familie sowohl diese Forderung nach einer Aussage als auch die Zahlungsaufforderung über 4,5 Millionen Dollar übermittelt. Es wird behauptet, dass sich auch andere Familien in ähnlichen Situationen befinden. Der Anwalt vertritt einige der Kronzeugen, und diese Personen wurden bereits freigelassen.“
In dem Bericht wurde zudem erklärt, dass die CHP die Beweise sowohl dem Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) als auch der Anwaltskammer vorlegen werde und die Dokumente bei Ausbleiben von Konsequenzen der Öffentlichkeit zugänglich machen werde.
ANWALT DES INHAFTIERTEN EHEMALIGEN IMM-DIREKTORS
Rechtsanwalt Yıldırım ist auch der Anwalt des ehemaligen IMM-IT-Direktors Naim Erol Özgüner, der einer Hausdurchsuchung zustimmte und später freigelassen wurde. In Özgüners Haus war ein Telefon gefunden worden, das angeblich İmamoğlu gehören soll. Während Özgüner erklärte, er habe es „unter dem Schock des Ereignisses versteckt“, wurde in der Folge auch die IMM-Büroleiterin Kadriye Kasapoğlu festgenommen.
ÖZELS WORTE
CHP-Chef Özel hatte sich bei der Kundgebung in Tuzla wie folgt zur „IMM-Prozessbörse“ geäußert:
„Ich verkünde der Türkei, dass wir Beweise dafür haben, dass eine Bande eine ‚IMM-Prozessbörse‘ gegründet hat, indem einige Anwälte zu den Leuten gehen und sagen: ‚Der Staatsanwalt hat mich geschickt. Ich werde Ihr Anwalt sein. Sie werden diese Aussage machen. Sie werden dies und jenes sagen. Und Sie werden so und so viel Geld zahlen.‘ Wir werden dem HSK morgen Datum, Tag, Uhrzeit und Belege vorlegen; ich werde dem HSK das Protokoll des WhatsApp-Verlaufs des Anwalts übergeben!“
Nachrichtenquelle: 12punto
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