Neue Erkenntnisse zum Busunglück in Denizli: Fahrzeugortungssystem war deaktiviert
Details zum Unfall in Denizli, bei dem 8 Menschen ums Leben kamen, sind ans Licht gekommen. Es wurde festgestellt, dass die Standort- und Geschwindigkeitsdaten des Busses von Pamukkale Turizm nicht an das Ministerium übermittelt wurden, die Fahrzeuguntersuchung kurz vor dem Ablauf stand und der Fahrer vorbestraft war.
Die Ermittlungen zu dem Busbrand, der sich am Sonntag, dem 31. Mai, auf der Autobahn Denizli-Aydın ereignete und die Türkei in tiefe Trauer versetzte, werden intensiviert. Das Feuer, das ausbrach, nachdem der von Mustafa Merdün gesteuerte Reisebus mit dem Kennzeichen 45 BAH 834 gegen die Leitplanken geprallt war, verwandelte das Fahrzeug innerhalb von Sekunden in einen Feuerball; 8 Menschen, darunter ein Baby, kamen auf tragische Weise ums Leben. Bei den vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur eingeleiteten Untersuchungen wurden kritische Details festgestellt, die darauf hindeuten, dass es sich bei dem Vorfall um mehr als nur einen "Unfall" handelte, sondern um eine Kette von Versäumnissen.
DATENFLUSS UNTERBROCHEN: FLUCHT VOR DER KONTROLLE?
Es wurde festgestellt, dass die Informationen des Fahrzeugortungssystems (ATS), das für sicheres Reisen von entscheidender Bedeutung ist, für den in den Unfall verwickelten Bus nicht an das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur übermittelt wurden. Dass das System, das Geschwindigkeit, Route und Standort des Fahrzeugs in Echtzeit an die Zentrale melden sollte, deaktiviert war, verstärkte den Verdacht, dass "Regelverstöße vertuscht oder Kontrollen umgangen werden sollten". Branchenvertreter weisen darauf hin, dass die Abschaltung des Systems eine schwerwiegende Sicherheitslücke und einen Verstoß gegen die Vorschriften darstellt.
FAHRZEUGUNTERSUCHUNG STAND KURZ BEVOR
Ein weiteres Detail der Untersuchungen betrifft den technischen Zustand des Fahrzeugs. Es stellte sich heraus, dass die Frist für die Fahrzeuguntersuchung des Busses mit 42 Sitzplätzen, der auf Pamukkale Turizm registriert, aber auf die Firma "Emine" zugelassen war, am 11. Juni abgelaufen wäre. Die Tatsache, dass sich der Unfall nur 11 Tage vor dem Untersuchungstermin ereignete, erhärtet den Verdacht auf technische Mängel am Fahrzeug.
FAHRER MIT LÄNGEREM VORSTRAFENREGISTER
Bei der Überprüfung des 50-jährigen Fahrers Mustafa Merdün, der bei der Katastrophe am Steuer saß, kam ein überraschendes Bild zum Vorschein. Der Fahrer, der für den Tod von 8 Menschen verantwortlich gemacht wird, war laut den Unterlagen bereits wegen "vorsätzlicher Körperverletzung" und "Verstoßes gegen das Steuerverfahrensgesetz" verurteilt worden.
Den Daten des elektronischen Transport-Überwachungs- und Kontrollsystems (U-ETDS) zufolge wurde bestätigt, dass für die letzte Fahrt des Fahrzeugs auf der Strecke Izmir/Bornova und Antalya/Alanya 45 Passagiere gemeldet wurden. Die Untersuchungen des Ministeriums gegen das Unternehmen dauern an.
Nachrichtenquelle: 12punto
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