Neue Masche von Betrügern: „Ich habe Ihre Rechnung versehentlich bezahlt“
Betrüger bezahlen über Mobile Banking Rechnungen für zufällig gewählte Telefonnummern und kontaktieren anschließend die Inhaber, um unter dem Vorwand, die Zahlung sei „versehentlich“ erfolgt, eine Rückerstattung zu fordern. Später lassen sich die Betrüger den Rechnungsbetrag unter dem Vorwand einer „fehlerhaften Zahlung“ von ihrer Bank zurückerstatten und betrügen so die Bürger doppelt.
Betrüger haben eine neue Methode entdeckt, um über Telefonrechnungen Geld zu erbeuten.
Wie die Zeitung Sabah berichtet, geben die Betrüger eine zufällige Handynummer ein und begleichen die Rechnung über Mobile Banking.
Der Inhaber des Anschlusses erhält daraufhin eine Nachricht des Mobilfunkanbieters: „Ihre Rechnung wurde bezahlt“. In diesem Moment schalten sich die Betrüger ein, rufen den Anschlussinhaber an und täuschen die Menschen mit scheinbar harmlosen Bitten wie: „Mein Großvater/Verwandter hat Ihre Rechnung versehentlich bezahlt, es ist ein Fehler unterlaufen. Könnten Sie den Betrag bitte zurückerstatten?“
ZAHLUNG WIRD STORNIERT
Die Bürger, die den Sachverhalt prüfen und tatsächlich feststellen, dass die Zahlung erfolgt ist, überweisen das Geld in gutem Glauben zurück. Doch hier beginnt das eigentliche Spiel der Betrüger. Innerhalb weniger Tage lässt sich der Betrüger die von ihm getätigte Zahlung unter dem Vorwand einer „fehlerhaften Zahlung“ von seiner Bank zurückerstatten.
In diesem Fall landet sowohl das zurückerstattete Geld als auch der Betrag, der durch die Stornierung der Rechnung erzielt wurde, in der Tasche des Betrügers, während das Opfer zum Leidtragenden dieses zweifachen Betrugs wird.
Experten raten Bürgern, die mit einer solchen Situation konfrontiert werden, sich zunächst mit ihrer Bank in Verbindung zu setzen und keinesfalls Rückerstattungen vorzunehmen, ohne die Identität der zahlenden Person überprüft zu haben.
ZWANGSVOLLSTRECKUNGSSCHOCK FÜR RENTNER
Eines der Opfer dieser Betrugsmasche war ein in Ankara lebender Rentner. Ein Betrüger, der sich als Soldat ausgab, täuschte den Rentner mit den Worten: „Ich habe versehentlich Ihre Mobilfunkrechnung bezahlt“. Nachdem der Rentner beim Mobilfunkanbieter bestätigt bekam, dass seine Rechnung beglichen wurde, überwies er das Geld an den Betrüger.
Doch vier Monate später erfuhr er durch eine Zwangsvollstreckungsankündigung, dass er betrogen worden war. In der Mitteilung hieß es, der Rentner habe unbezahlte Schulden. Das betrogene Opfer fand heraus, dass der Betrüger die von ihm bezahlte Rechnung zurückgefordert hatte und durch das vom Rentner überwiesene Geld einen doppelten Gewinn erzielte.
WARNUNG DER MOBILFUNKANBIETER
Experten betonen, dass bei dieser Art von Betrug Vorsicht geboten ist und bei verdächtigen Vorfällen die zuständigen Behörden eingeschaltet werden sollten. Aufgrund der Zunahme dieser Methode in letzter Zeit haben auch die Mobilfunkanbieter begonnen, die Bürger zu warnen.
Die Behörden erklären, dass die Mobilfunkanbieter bei einer versehentlichen Zahlung ohnehin ein Rückerstattungsrecht einräumen, und raten den Nutzern, sich nicht dem Druck der Betrüger zu beugen.
Die Betreiber empfehlen, dass sich Nutzer bei einer fehlerhaften Zahlung direkt an das Mobilfunkunternehmen wenden und niemals eigenständig Geld überweisen sollten.
Die Betreibervertreter fügen hinzu: „Die Person, die Ihre Rechnung bezahlt hat, kann jederzeit ihren Beleg vorzeigen und das gezahlte Geld zurückziehen.
Darüber hinaus kann sie dies wiederholt tun. Unsere Kunden sollten wissen, dass eine fehlerhafte Zahlung korrigiert werden kann. In solchen Fällen reicht es aus, wenn sich der Kunde direkt mit uns in Verbindung setzt.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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