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Neuer Verfassungsentwurf für Erdoğan ist fertig! Debatte innerhalb der AKP enthüllt...

Die Vorbereitungen der AKP für eine „zivile Verfassung“ haben die Kulissen in Bewegung gebracht. Die Nefes-Gazetesi-Autorin Nuray Babacan schrieb, dass in den seit Monaten andauernden Treffen im Palast sowohl die Revision des Systems als auch der Zeitplan für ein Referendum und Wahlen gemeinsam geplant werden.

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Neuer Verfassungsentwurf für Erdoğan ist fertig! Debatte innerhalb der AKP enthüllt...

Die Verfassungsvorbereitungen, die die AKP den ganzen Sommer über im Stillen vorangetrieben hat, sind durch die in den sozialen Medien verbreiteten Behauptungen über ein „Referendum und vorgezogene Neuwahlen“ wieder in den Fokus gerückt. Die Nefes-Gazetesi-Autorin Nuray Babacan berichtete in ihrem Artikel mit dem Titel „Die Verfassung und die feinen Berechnungen“ über die Details der Treffen, die seit Wochen im Präsidentenpalast stattfinden.

Laut Babacan wurde dieser Prozess, den die AKP-Mitglieder als „zivile Verfassung“ bezeichnen, den ganzen Sommer über ohne Unterbrechung fortgesetzt:

„Nach den Worten der AKP-Mitglieder wurden die Arbeiten an der ‚zivilen Verfassung‘ den ganzen Sommer über jede Woche im Präsidentenpalast fortgesetzt, wobei manchmal ein und manchmal zwei Treffen stattfanden. Sowohl die verantwortlichen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden als auch die stellvertretenden Parteivorsitzenden nahmen fast ohne Unterbrechung an diesen Treffen teil.“

Bei den Treffen wurden alle Institutionen und Artikel der aktuellen Verfassung einzeln geprüft. Themen wie „Justiz“, „Wahlsystem“ und „Kommunalverwaltungen“ wurden gesondert behandelt. Babacan erklärte, dass die Arbeiten nun die Phase der Berichterstattung erreicht hätten, und äußerte: „Die Kommission wird den Rahmenentwurf, den sie vorbereiten wird, Präsident Tayyip Erdoğan vorlegen. Es wird angegeben, dass mindestens drei weitere Monate benötigt werden, um diesen Punkt zu erreichen.“

Laut Babacan ist der Inhalt des neuen Verfassungsentwurfs noch nicht konkretisiert, aber in den Kulissen werden bemerkenswerte Themen diskutiert. Eines davon ist die Debatte darüber, ob der Präsident und die Parteivorsitzenden dieselbe Person sein sollten. Eine weitere Diskussion betrifft die Befugnisse der Kommunalverwaltungen. Babacan warf die Frage auf: „Während die Befugnisse der Kommunen im Entwurf des Innenministeriums für Kommunalverwaltungen weiter eingeschränkt werden, werden Bestimmungen zu stärkeren Kommunalverwaltungen, wie sie die DEM fordert, in der neuen Verfassung enthalten sein?“

Zudem wurde darauf hingewiesen, dass verschiedene Revisionspläne für das Präsidialsystem diskutiert werden. Während einige Kreise argumentieren, dass das System komplett erneuert werden sollte, sind andere der Meinung, dass die bestehende Struktur lediglich „so revidiert werden sollte, dass sie vorteilhaft wird“. Babacan stellte die Fragen: „Wird es eine Überraschung für die Kommissionsmitglieder geben, die sagen, dass die ersten vier Artikel der Verfassung nicht zur Diskussion stehen? Wird eine Vorverlegung der Wahlen, selbst durch einen Beschluss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM), kurz vor den Wahlen verhindert werden?“ und deutete damit an, dass die kommende Zeit angespannt verlaufen könnte.

Laut Babacan beginnt die eigentlich kritische Phase, nachdem der Entwurf Erdoğan vorgelegt wurde. Die AKP wird den neuen Text zunächst mit der MHP teilen und anschließend den Kontakt zu anderen politischen Parteien suchen. Es wird auch darüber gesprochen, dass in diesem Prozess neue „politische Partner“ ins Spiel kommen könnten:

„Die AKP wird ihren Entwurf den politischen Parteien, allen voran der MHP, vorlegen. Oder es werden Formeln auf den Tisch gebracht, die andere Parteien einbeziehen. Es wird versucht, neue ‚politische Partner‘ zu schaffen.“

Babacan betonte jedoch, dass keiner dieser Schritte garantiert sei, und unterstrich mit den Worten „All diese feinen Berechnungen können sich mit einem einzigen Windstoß ändern“, wie sehr der Prozess auf sensiblen Gleichgewichten beruht.

REFERENDUM UND WAHLBERECHNUNGEN WERDEN GEMEINSAM DURCHGEFÜHRT

Laut Babacan steht im Zentrum der Debatte innerhalb der AKP nicht nur die Verfassungsänderung, sondern auch die zeitliche Beziehung zwischen dem Referendum und den Parlamentswahlen. Innerhalb der Partei zeichnen sich zwei unterschiedliche Ansichten ab.

Eine Gruppe argumentiert, dass der politische Rückenwind, der nach einem Verfassungsreferendum gewonnen wird, sofort in die Parlamentswahlen getragen werden sollte; die andere Gruppe glaubt, dass ein mögliches „Nein“-Ergebnis beim Referendum die Regierung in eine schwierige Lage bringen könnte.

Babacan fasste diese Debatte mit folgenden Worten zusammen:

„Es wird gesagt, dass, wenn die Verfassung angenommen wird, die Wahl geplant werden sollte, ohne diesen Rückenwind zu verlieren, und wenn die Verfassung abgelehnt wird, die Psychologie einer besiegten Regierung gut gemanagt werden muss.“

Einige Juristen der Partei lehnen eine Zusammenlegung von Referendum und Parlamentswahlen ab. Ihrer Meinung nach birgt es sowohl rechtlich als auch politisch Risiken, wenn beide Prozesse in denselben Zeitraum fallen.“

Babacan erklärte, dass in diesem Stadium noch keine Entscheidung feststehe, und äußerte: „Es wird versucht, Feinabstimmungen vorzunehmen, um als Gewinner hervorzugehen. Es stimmt, dass ein Meinungsaustausch über all dies stattfindet. Aber es gibt keine konkretisierte Entscheidung.“

„DIESE ANGELEGENHEIT HAT NOCH VIEL POTENZIAL“

Am Ende ihres Artikels merkte Nuray Babacan an, dass der neue Verfassungsprozess ein langer und schwieriger Weg sein werde, der sich je nach den Entwicklungen in der Politik gestalten werde:

„Wie Sie sehen, hat diese Angelegenheit noch viel Potenzial. Da 2028 das letzte Datum für die Parlamentswahlen ist, ist jedes Jahr, jeder Frühling und jeder Herbst davor ein Kandidat dafür.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Präsidialsystem Präsidentenpalast neue Verfassung