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Neues Bußgeldsystem im Straßenverkehr: Geschwindigkeitsverstöße werden teuer!

Das neue, in 9 Stufen unterteilte Bußgeldsystem für Raser im Straßenverkehr erhöht nicht nur die Geldstrafen, sondern sieht bei bestimmten Verstößen auch ein vorübergehendes Fahrverbot vor.

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Neues Bußgeldsystem im Straßenverkehr: Geschwindigkeitsverstöße werden teuer!

In der Türkei wurden wichtige Änderungen an den Verkehrsregeln vorgenommen. Mit der neuen Regelung, die von der Großen Nationalversammlung der Türkei verabschiedet und nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft getreten ist, wurden die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen neu strukturiert. Künftig werden Strafen nicht mehr basierend auf dem prozentualen Überschreitungswert verhängt, sondern nach festgelegten Kilometerbereichen.

Das bisherige System der prozentualen Überschreitung wurde abgeschafft; Geschwindigkeitsverstöße werden nun anhand einer neu erstellten 9-stufigen Tabelle bewertet. Zudem werden die Geschwindigkeitsregeln unter zwei getrennten Kategorien angewendet: „innerorts“ und „außerorts“.

Innerorts müssen Fahrer, die die Geschwindigkeitsbegrenzung um 6 bis 10 Kilometer pro Stunde überschreiten, 2.000 TL zahlen, bei einer Überschreitung von 11 bis 15 Kilometern pro Stunde werden 4.000 TL fällig. Für höhere Überschreitungen steigen die Bußgelder stufenweise an; bei einer Überschreitung von mehr als 66 Kilometern pro Stunde drohen Strafen von bis zu 30.000 TL.

Außerorts werden für Fahrer, die 11 bis 15 Kilometer pro Stunde über dem Tempolimit liegen, 2.000 TL Bußgeld verhängt. Dieser Betrag steigt bei einer höheren Überschreitung auf bis zu 30.000 TL. Der Beginn der Geschwindigkeitsüberschreitung wurde für beide Kategorien anhand von Beispielen erläutert: So gilt beispielsweise das Fahren mit 56 km/h auf einer innerörtlichen Straße mit einem Tempolimit von 50 km/h oder mit 101 km/h auf einer Landstraße mit einem Limit von 90 km/h als Verstoß.

Die Änderungen beschränken sich nicht nur auf Geldstrafen. Bei Überschreitungen über bestimmte Grenzwerte hinaus kann auch der Führerschein eingezogen werden. Fahrer, deren Führerschein je nach Schwere des Verstoßes für 30, 60 oder 90 Tage vorübergehend eingezogen wird, müssen sich einer psychotechnischen Untersuchung unterziehen, um ihren Führerschein zurückzuerhalten.

Mit dem neuen System soll sowohl die Aufmerksamkeit der Fahrer für Geschwindigkeitsbegrenzungen erhöht als auch die abschreckende Wirkung verstärkt werden. Durch die Anwendung wird angestrebt, Verkehrsunfälle und Regelverstöße zu reduzieren.


Nachrichtenquelle: 12punto