Polizeiblockade gegen Lehrer-Protest gegen 'Vorstellungsgespräche' in Ankara: Presse an Aufnahmen gehindert
In Ankara intervenierte die Polizei gegen Mitglieder der Gewerkschaft der Lehrer im Privatsektor sowie gegen Lehrkräfte, die von den Ergebnissen der Vorstellungsgespräche betroffen sind und dagegen protestierten.
In Ankara wollten Mitglieder der Gewerkschaft der Lehrer im Privatsektor sowie Lehrkräfte, die von den Ergebnissen der Vorstellungsgespräche betroffen sind und dagegen protestierten, nach einer Presseerklärung vor dem Finanzministerium zum Bildungsministerium (MEB) marschieren. Polizeieinheiten blockierten den Weg der Lehrkräfte und intervenierten hart mit Pfefferspray und Schildern.
Während des Einsatzes war zu beobachten, dass die Polizei große Anstrengungen unternahm, um die Presse an Film- und Fotoaufnahmen zu hindern.
SIE WOLLTEN ZUM BILDUNGSMINISTERIUM MARSCHIEREN
Lehrergewerkschaften und von den Vorstellungsgesprächen betroffene Lehrkräfte, die noch nicht eingestellt wurden, versammelten sich vor dem Finanzministerium, um gegen ihre wirtschaftliche Lage und die Ungerechtigkeiten im System der Vorstellungsgespräche zu protestieren. Nach Abschluss der Presseerklärung wollte die Gruppe einen friedlichen Marsch zum Gebäude des Bildungsministeriums beginnen, um ihre Forderungen zu übermitteln.
Sicherheitskräfte blockierten jedoch den Weg der Gruppe mit der Begründung, der Marsch sei nicht genehmigt. Als sich die Gruppe nicht auflöste, intervenierten Polizeieinheiten mit Schildern.
"SIE HEBEN DIE SCHILDE, DAMIT KEINE AUFNAHMEN GEMACHT WERDEN"
Während des Einsatzes errichteten Polizeieinheiten Barrikaden vor den anwesenden Journalisten, um zu verhindern, dass diese Aufnahmen machten. Die Stimmen der Lehrkräfte, die von der Polizei eingekesselt waren, hallten durch die Straßen. Aus der Blockade heraus waren folgende Rufe zu hören:
"Die Polizei wendet gerade Gewalt gegen uns an! Die Schilde werden absichtlich hochgehalten, damit diese Gewalt von außen nicht gefilmt wird und die Bürger es nicht sehen können!"
REAKTION VON GEWERKSCHAFT UND LEHRERN: "IHR WERDET UNS NICHT ZUM SCHWEIGEN BRINGEN"
Nach dem Polizeieinsatz wurden zahlreiche Lehrkräfte eingekesselt und abgeführt. Vertreter der Gewerkschaft der Lehrer im Privatsektor reagierten scharf auf die Situation. Die Lehrkräfte betonten, dass sie weiterhin ihre Stimme erheben und kämpfen werden, bis das Recht auf ein Grundgehalt, sichere Arbeitsbedingungen und die Ungerechtigkeiten bei den Vorstellungsgesprächen ein Ende finden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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