Präsident Erdoğan mit viel beachteter Analyse der Wahlergebnisse
Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan erklärte in einer Stellungnahme zu den 'Wahlen vom 31. März', dass die Botschaft des Volkes klar sei. Er führte die geringe Wahlbeteiligung auf die hohen Lebenshaltungskosten und die hohe Inflation zurück.
Erdoğan äußerte sich während der Sitzung des zentralen Exekutivkomitees der AKP zu den Wahlergebnissen.
Der Präsident stellte fest, dass es bei der Wahl am 31. März zu einem deutlichen Stimmenverlust gekommen sei. Er bewertete, dass es der AKP diesmal nicht gelungen sei, die Wähler, die sie seit 21 Jahren unterstützen, an die Urnen zu bringen, und analysierte die Gründe dafür.
Wie aus einem Bericht von HaberGlobal hervorgeht, legte Erdoğan bei der Sitzung dar, dass sowohl die Parteizentrale als auch die Organisationen und die Kandidaten ihren Anteil an der aktuellen Situation hätten. Er betonte insbesondere, dass die Ereignisse vom Prozess der Kandidatenaufstellung bis zum Wahlausgang ausführlich bewertet werden müssten.
Quellen zufolge erklärte der Präsident in seiner Analyse, dass der Druck durch die Inflation, der mit der COVID-19-Pandemie sowie dem Ukraine-Russland-Krieg begonnen habe und weiter gestiegen sei, am 31. März tiefgreifend zu spüren gewesen sei. Präventivmaßnahmen seien nicht ausreichend gewesen. Er wies darauf hin, dass viele Teile der Gesellschaft, allen voran die Rentner, deren Beschwerden er in allen Provinzen angehört habe, Wohlstandsverluste erlitten hätten und dass die Bemühungen, die Probleme der Rentner im Laufe des Prozesses zu lindern, nicht das gewünschte Ziel erreicht hätten.
Wie weiter bekannt wurde, brachte Erdoğan im zentralen Exekutivkomitee die Beschwerden der Bürger zur Sprache und unterstrich, wie wichtig es sei, sich von negativen Einstellungen zu befreien, die bei der Parteiführung, in den Provinz-, Bezirks- und Ortsverbänden, bei Bürgermeistern, Abgeordneten und in der Bürokratie zu beobachten seien, und diese zu bekämpfen.
Es heißt zudem, der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan habe klar zum Ausdruck gebracht, dass die AKP, die aus der Mitte des Volkes hervorgegangen sei, keine Mauer zwischen sich und den Bürgern errichten dürfe. Dies sei der größte Feind. Wer auch immer in welcher Position negative Einstellungen gegenüber dem Volk an den Tag lege, könne sich der Verantwortung, Rechenschaft abzulegen, nicht entziehen.
Die AKP-Führung wird zudem die Situation in Provinzen wie Amasya, Kütahya und Kırıkkale gesondert bewerten, in denen die Parteien der Volksallianz konkurrierten und die CHP gewann.
MUSS SEHR GUT ANALYSIERT WERDEN
Parteiquellen zufolge ist Präsident Erdoğan, der bei der Sitzung Selbstkritik übte, der Ansicht, dass sehr genau analysiert werden müsse, warum das Volk, das 21 Jahre lang hinter der AKP stand, sie diesmal zur zweitstärksten Partei gemacht habe.
Erdoğan ist der Meinung, dass neben dem Stimmenverlust auch ein Verlust an Substanz und Geist vorliege.
DIE BOTSCHAFT DES VOLKES IST KLAR
Quellen zufolge erklärte der Präsident bei der Sitzung, dass sich niemand in der AKP-Führung, ihn selbst eingeschlossen, der Verantwortung für die Wahlergebnisse vom 31. März entziehen könne. Die Stimmenverluste könnten nicht auf ein einziges Problem oder eine einzige Überschrift reduziert werden; dies wäre eine zu einfache Lösung. Es sei ihre Pflicht, überall dort, wo es Mängel, Fehler, Vorsatz oder Verrat gebe, konsequent vorzugehen.
Laut Erdoğan ist die Botschaft des Volkes klar.
Nachrichtenquelle: 12punto
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