Reaktion der DEM-Partei auf Zwangsverwaltung: 'Ein politisches Attentat'
Im Rahmen einer gegen die PKK geführten Untersuchung in Mersin wurde der Bürgermeister der Gemeinde Akdeniz, Hoşyar Sarıyıldız (DEM-Partei), verhaftet. Die Ko-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan und Tülay Hatimoğulları Oruç, reagierten scharf auf die Entscheidung.
Die Zwangsverwaltungsoperationen der Regierung gegen Kommunalverwaltungen gehen weiter. Im Rahmen einer Untersuchung gegen die Terrororganisation PKK in der Gemeinde Akdeniz in Mersin wurde Bürgermeister Hoşyar Sarıyıldız zusammen mit Ratsmitgliedern festgenommen und inhaftiert. Anstelle von Sarıyıldız wurde der Bezirksverwalter (Kaymakam) von Akdeniz, Zeyit Şener, als Zwangsverwalter eingesetzt.
Die Ko-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan und Tülay Hatimoğulları Oruç, äußerten sich dazu. Sowohl Tuncer als auch Oruç gaben Erklärungen über ihre Social-Media-Konten ab.
'EIN POLITISCHES ATTENTAT'
Tuncer Bakırhan bezeichnete die Entwicklungen als 'politisches Attentat' und äußerte sich wie folgt:
"Unsere Ko-Bürgermeister von Akdeniz und unsere Ratsmitglieder wurden im Rahmen von Operationen des politischen Völkermords als Geiseln genommen. Über unsere Gemeinde, die durch den Willen der Bevölkerung von Akdeniz gewählt wurde, wurde ein Zwangsverwalter eingesetzt. Die Einsetzung eines Zwangsverwalters in unserer Gemeinde Akdeniz ist ein offener Putsch gegen die Demokratie. Es ist ein politisches Attentat auf die Hoffnung der Völker auf ein friedliches Zusammenleben. Wir lehnen dies ab. Während einerseits über inneren Frieden gesprochen wird, ist die gleichzeitige Usurpation des Volkswillens ein geistiger Aussetzer. Wir fordern dazu auf, diesen geistigen Aussetzer so schnell wie möglich zu beenden. Wir bekräftigen unser Versprechen, unseren demokratischen Kampf gegen die Tyrannei der Zwangsverwaltung, gegen Putschversuche gegen die Demokratie und gegen Kurdenfeindlichkeit zu verstärken. Die Unterdrücker und Tyrannen werden verlieren, das Volk wird gewinnen!"
Tülay Hatimoğulları Oruç bewertete die Einsetzung der Zwangsverwalter in ihrer Erklärung mit den Worten: "Es ist eine Tyrannei, die auch die letzten Reste der Demokratie wegfegt" und äußerte sich wie folgt:
"Die Regierung hat erneut durch die ihr unterstellte Justiz einen Putsch gegen den Volkswillen verübt. Unsere Ko-Bürgermeister von Akdeniz, Nuriye Aslan und Hoşyar Sarıyıldız, sowie unsere Ratsmitglieder wurden verhaftet und durch Zwangsverwalter ersetzt. Ein weiteres schwarzes Kapitel wurde der Geschichte der Türkei hinzugefügt.
Die Zwangsverwaltung ist die Leugnung des Volkswillens. Es ist eine Tyrannei, die auch die letzten Reste der Demokratie wegfegt. Die Tyrannei der Zwangsverwaltung ist der Code für die Plünderung der Städte.
Innerer Frieden wird nicht durch Zwangsverwalter erreicht, sondern durch Demokratie und Freiheiten. Wir akzeptieren diese Usurpation des Willens nicht, während wir versuchen, die Hoffnung auf Frieden zu stärken!
Wir rufen alle, die an Demokratie und ein Zusammenleben glauben, dazu auf, gegen die Tyrannei der Zwangsverwaltung durch die Regierung eine demokratische Haltung einzunehmen. Die Zwangsverwalter werden gehen und wir werden definitiv gewinnen!"
Nachrichtenquelle: 12punto
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