Rücktrittsgerüchte im Kabinett nach dem Säbel-Eid der Leutnants: Termine abgesagt
Der T24-Kolumnist Tolga Şardan behauptet, dass ein weiterer Minister aus dem Kabinett um seine Entlassung bitten könnte.
Der Säbel-Eid der Leutnants bei der Abschlussfeier der Militärakademie (Kara Harp Okulu) und ihr Sprechchor „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ bleiben ein zentrales Thema auf der Tagesordnung.
Der T24-Kolumnist Tolga Şardan wies auf den Wechsel des Kommandeurs der Militärakademie hin, der kurz vor dem Säbel-Eid der Leutnants stattfand, sowie auf die Beförderungen und Ernennungen innerhalb der türkischen Streitkräfte.
Der ehemalige Kommandeur der Militärakademie, Generalmajor Gültekin Yaralı, wurde zum Generalleutnant befördert und zum Kommandeur des 7. Armeekorps in Diyarbakır ernannt. An seine Stelle trat Levent Selahattin Güldağı, der vom Oberst zum Brigadegeneral befördert wurde.
„Es ist unvermeidlich, dass im Rahmen der eingeleiteten Untersuchung auch thematisiert wird, ob Güldağı, der nach [Gültekin] Yaralı das Amt übernahm, mit dem bestehenden Unterbau zusammenarbeiten wird oder ob der Unterbau eine bestimmte Haltung gegenüber dem neuen Kommandeur einnimmt“, so Tolga Şardan, der zudem auf das Schweigen von Verteidigungsminister Yaşar Güler und dem ehemaligen Generalstabschef Hulusi Akar bezüglich des seit langem diskutierten Säbel-Eids der Leutnants aufmerksam machte.
VERTEIDIGUNGSMINISTER KÖNNTE UM ENTLASSUNG BITTEN
Şardan schrieb, in Ankara kursierten Gerüchte, dass Verteidigungsminister Yaşar Güler seine Termine abgesagt habe und um seine Entlassung bitten werde. Er betonte zudem, dass diese Ereignisse im Zusammenhang mit den Ernennungs- und Beförderungsprozessen innerhalb der türkischen Streitkräfte bewertet werden müssten, und fügte hinzu: „Wir wissen, dass es in der Vergangenheit in uniformierten und bewaffneten öffentlichen Institutionen wie Militär und Polizei in dieser Region zu ähnlichen Vorfällen gekommen ist. Ich hoffe, dass der Zeitplan nur ein Zufall ist.“
Der entsprechende Abschnitt aus dem heutigen Artikel von Tolga Şardan lautet wie folgt:
Fast jeder hat sich zu der Entwicklung geäußert. Angefangen beim Präsidenten Erdoğan bis hin zu führenden Politikern und pensionierten Offizieren wurden unterschiedliche Ansichten zur Vereidigung geäußert.
Doch eine Person hat nicht gesprochen. Sie hat keinerlei Meinung geäußert: Verteidigungsminister Yaşar Güler.
Wenn Sie nach einem zweiten Namen fragen, würde ich „den ehemaligen Generalstabschef / Verteidigungsminister und AKP-Abgeordneten für Kayseri, Hulusi Akar“ nennen.
Der ehemalige Kommandeur der Militärakademie, Yaralı, war Akars Wahl. Der jetzige Kommandeur Güldağı hingegen stammt aus dem Umfeld von Güler und dem amtierenden Generalstabschef, Armeegeneral Metin Gürak.
Dass von den Beteiligten des Prozesses keinerlei Erklärung kommt und sie trotz des ganzen Lärms schweigen, ist kein gutes Zeichen.
Darüber hinaus wird in Ankara darüber gesprochen, dass Verteidigungsminister Yaşar Güler seit jenem Tag seine Termine abgesagt habe und niemanden mehr treffe, sofern es nicht zwingend erforderlich sei.
Es kursiert sogar die gewagte Information, dass Güler seit dem Wochenende um seine Entlassung bitten werde.
Das hier ist Ankara. Es ist mit keinem anderen Ort zu vergleichen!
Nachrichtenquelle: 12punto
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