Russischer Luftraum 20 Stunden gesperrt: 'Eingriff'-Krise zwischen russischen Behörden und THY-Piloten
Aufgrund von unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen), die angeblich von der Ukraine aus auf Russland abgefeuert wurden, blieb der russische Luftraum in den letzten 24 Stunden für etwa 20 Stunden gesperrt. Diese aus Sicherheitsgründen getroffene Entscheidung legte die zivile Luftfahrt nahezu vollständig lahm. Während 90 % der Flüge gestrichen wurden, saßen viele Passagiere stundenlang an den Flughäfen fest.
In St. Petersburg, einem der Zentren der Krise, forderten russische Behörden die Demontage und Untersuchung technischer Bereiche einiger internationaler Flugzeuge.
Diese Forderung wurde insbesondere von den Piloten der Turkish Airlines (THY) zurückgewiesen.
Die THY-Besatzung, die aus Sicherheits- und operativen Gründen nicht nachgab, kehrte mit dem Flugzeug unverzüglich nach Istanbul zurück.
Es wurde zudem berichtet, dass Passagieren nach der Landung einiger Flugzeuge in Russland das Verlassen der Maschine untersagt wurde. Insbesondere bei Flugzeugen von Fluggesellschaften außerhalb Russlands sollen detaillierte Durchsuchungen nach technischer Ausrüstung durchgeführt worden sein, die zum Bau von Bomben verwendet werden könnte.
Die intensiven Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen führten zu stundenlangen Wartezeiten und erheblichen Störungen. Trotz der Reaktionen von Passagieren und Fluggesellschaften ist zu beobachten, dass die russischen Behörden ihre Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärfen.
Während von russischer Seite noch keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall vorliegt, wird darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen der Krise auf die zivile Luftfahrt auch in den kommenden Tagen anhalten könnten.
INSGESAMT 485 FLÜGE GESTRICHEN
Nach Angaben der russischen Föderalen Agentur für Lufttransport und des Verkehrsministeriums wurden im Zeitraum zwischen Montag und Dienstag insgesamt 485 Flüge gestrichen, 88 Flüge auf andere Flughäfen umgeleitet und 1.900 Flüge verspäteten sich.
Aufgrund der Störungen mussten die Fluggesellschaften etwa 43.000 Tickets erstatten, während 94.000 Passagiere in Hotels untergebracht wurden. Die Gesamtkosten für die den Passagieren bereitgestellte Verpflegung beliefen sich auf 354.000 Rubel (etwa 3.800 Euro).
Dutzende Menschen teilten ihre problematischen Erlebnisse über soziale Medien. Eine Reise nach Russland kann derzeit eine sehr stressige Angelegenheit sein. Es ist unklar, wann man ankommt oder ob man das Flugzeug verlassen darf. Zudem besteht das Risiko, bei der Rückreise tagelang am Flughafen festzusitzen.
Die Flughäfen sind aufgrund von Drohnenangriffen für einen halben Tag gesperrt. Die Russen, die unter der Drohnenangst leiden, haben die Sicherheitsvorkehrungen auf das Maximum erhöht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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