Sadettin Tantan kritisiert den „neuen Lehrplan“ aus Sicht der gesellschaftlichen Sicherheit
Der ehemalige Innenminister Sadettin Tantan hat über seinen Social-Media-Account seine Kritik und Bedenken bezüglich des neuen Bildungslehrplans geäußert.
Tantan, der die Verabschiedung des neuen Lehrplans trotz zahlreicher Einwände als Gefahr für die gesellschaftliche Sicherheit betrachtet, listete die Schritte auf, die eine Türkei unternehmen muss, wenn sie ihren Platz in der neuen Weltordnung finden will.
Tantan betonte, wie wichtig Bildung in diesem Zusammenhang sei, und warnte über seinen Social-Media-Account wie folgt:
"Die Verabschiedung des nationalen Bildungslehrplans trotz erheblicher Einwände ist eine Situation, die die gesellschaftliche Sicherheit gefährdet. Es ist eine Illusion, dass die Türkei mit einem Bildungssystem, das sich zunehmend von der Wissenschaftlichkeit entfernt, in der neuen Weltordnung Wohlstand erlangen kann. Die Lehrplanänderung muss, wenn sie aus Sicht der Sicherheitstheorien als gesellschaftliche Sicherheit, staatliche Sicherheit und individuelle Sicherheit betrachtet wird, unter dem Titel der individuellen und gesellschaftlichen Sicherheit behandelt und bewertet werden. Bei der Gestaltung der Sicherheitsarchitektur muss das Bildungssystem in den Mittelpunkt gestellt werden. Denn: Dass die nachwachsenden Generationen in Bezug auf ihre Ausstattung hinter den vorherigen zurückbleiben, ist eines der größten Elemente, die die Sicherheit der Gesellschaft bedrohen.
Wenn wir Staaten und Formationen in der aktuellen Weltordnung als Supermacht, Großmacht, Regionalmacht und institutionelle Macht kategorisieren, ist die Türkei eine Regionalmacht und als NATO-Mitglied auch Mitglied einer institutionellen Macht.
Jedoch werden in der „Neuen Weltordnung“ auch Individuen, Unternehmen und Sektoren von großer Bedeutung sein. Unter Berücksichtigung dieses Aspekts wird die individuelle Ausstattung und der Wissensbesitz das Schlüsselelement der Macht sein. Generationen, die ohne Grundlagenwissenschaften aufwachsen, durch den Entzug von Ausstattung und Wissen zu benachteiligen, ist die größte Sicherheitsbedrohung für unser Land.
Der Minister für nationale Bildung hat den neuen Lehrplan trotz aller Einwände unserer Nation genehmigt. Die Zerstörung, die diese Genehmigung in den nächsten 10 Jahren verursachen wird, ist nur schwer zu beheben. Aus diesem Grund muss das „Thema nationale Bildung“ auf der Tagesordnung gehalten und innerhalb der Sicherheitsarchitektur behandelt werden; es müssen Anstrengungen unternommen und eine öffentliche Meinung gebildet werden, um ein zeitgemäßes System und qualifizierte, an das System angepasste Pädagogen in den Dienst zu stellen. Alle politischen Parteien müssen sich diesem Thema widmen, die notwendigen Arbeiten durchführen und eine öffentliche Meinung bilden."

Nachrichtenquelle: 12punto
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