Sektengebäude in Ankara wegen Alkohol versiegelt
Das Vereinsgebäude der Furkan-Stiftung in Ankara wurde wegen „unerlaubter Lokalaktivitäten“ versiegelt. Zwischen den Stiftungsmitgliedern, die gegen die Entscheidung protestierten, und der Polizei kam es zu einem Handgemenge.
Die Direktion für Vereinsangelegenheiten des Gouverneursamtes Ankara führte eine Inspektion des Furkan-Bildungs- und Forschungsvereins durch, der der Furkan-Stiftung unter der Führung von Alparslan Kuytul angegliedert ist.
Bei den Inspektionen im Hauptgebäude in Ankara sowie in drei Vertretungen in Sincan, Şentepe und Ulus wurde festgestellt, dass in den Vereinsgebäuden unerlaubte Lokalaktivitäten durchgeführt wurden.
Aus diesem Grund wurden gegen das Vereinszentrum und die genannten drei Vertretungen Bußgelder verhängt und eine Versiegelung angeordnet. Nach der Zustellung des Bescheids wurde die Versiegelung des Hauptgebäudes heute unter Polizeibegleitung vollzogen.
"ALKOHOL-BEGRÜNDUNG IST EIN VORWAND, DIE ENTSCHEIDUNG IST POLITISCH"
Mitglieder der Furkan-Bewegung, die gegen die Versiegelung protestierten, versammelten sich vor dem Gebäude. Der Sektenführer Alparslan Kuytul äußerte sich vor Ort und kritisierte die Entscheidung scharf:
„Diese Entscheidung, die unter dem Vorwand angeblicher lokaler Nutzungen und des Konsums alkoholischer Getränke getroffen wurde, ist lediglich ein Deckmantel, um das Gewissen der Öffentlichkeit zu täuschen. Jeder weiß, dass es in den Vereinen der Furkan-Bewegung unmöglich ist, alkoholische Getränke zu konsumieren. Diese Versiegelungsentscheidungen, die auf solch haltlosen Behauptungen basieren, sind völlig willkürlich, politisch motiviert und gezielt.“
HANDGEMENGE ZWISCHEN POLIZEI UND GRUPPE
Während der Versiegelung kam es zu Spannungen zwischen der vor dem Gebäude befindlichen Gruppe und den Polizeieinheiten. Es kam zu einem Handgemenge, wobei die Polizei große Anstrengungen unternahm, um die Menge aufzulösen und eine Eskalation der Ereignisse zu verhindern.
Nach der Versiegelung verließen die Stiftungsmitglieder den Bereich vor dem Gebäude und setzten ihre Proteste vor der Atatürk-Statue in Ulus fort. Die Gruppe, die dort ebenfalls ihren verbalen Unmut gegenüber den Sicherheitskräften äußerte, forderte die Aufhebung der Versiegelungsentscheidung.
Nachrichtenquelle: 12punto
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