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Skandal auf der Neugeborenen-Intensivstation: 'Zieh den Schlauch, lass ihn gehen'

Nach Operationen in Istanbul und Tekirdağ wurden im Zuge der zweiten Welle gegen ein Netzwerk, das den Tod von Neugeborenen verursachte, 16 Verdächtige festgenommen. Es gibt neue Entwicklungen zum Tod eines Babys, das auf der Neugeborenen-Intensivstation behandelt wurde.

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Skandal auf der Neugeborenen-Intensivstation: 'Zieh den Schlauch, lass ihn gehen'

Bei einer Operation in Istanbul und Tekirdağ wurden 40 Verdächtige, darunter Ärzte, festgenommen, von denen 14 inhaftiert wurden. Ihnen wird vorgeworfen, in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der 112-Notrufzentrale Säuglinge gezielt in die Neugeborenen-Stationen privater Krankenhäuser verlegt zu haben, mit denen sie zuvor Absprachen getroffen hatten, um sich unrechtmäßig zu bereichern.

16 VERDÄCHTIGE FESTGENOMMEN

Dem Bericht von Şahin Şen von der Zeitung Yeni Şafak zufolge wurden bei der zweiten Welle der Operation gegen das Netzwerk, das durch Fehlbehandlungen den Tod einiger Babys verursachte, 16 weitere Verdächtige festgenommen, darunter Ärzte, Inspektoren und Krankenschwestern.

Nach technischer Überwachung wurde das Beziehungsgeflecht des Neugeborenen-Intensivstations-Netzwerks und die Art und Weise, wie die Babys dem Tod überlassen wurden, erneut offengelegt.

'ZIEH DEN SCHLAUCH, LASS IHN GEHEN, ER WIRD SOWIESO STERBEN'

Die Gespräche zwischen einem iranischen Arzt und einer im Krankenhaus tätigen Krankenschwester über den Tod eines 28 Wochen alten Babys, das auf die Neugeborenen-Intensivstation aufgenommen worden war, lassen das Blut in den Adern gefrieren.

Es wurde festgestellt, dass der iranische Arzt, den die Krankenschwester nach einer Verschlechterung des Allgemeinzustands des Babys angerufen hatte, zu ihr sagte: „Mach keine CPR, vergiss es. Es ist sowieso erst 28 Wochen alt, zieh den Schlauch, lass ihn gehen, er wird sowieso sterben.“

Bei den Ermittlungen wurde zudem festgestellt, dass die für die Neugeborenen zuständige Ärztin des Krankenhauses die Ehefrau des iranischen Arztes war, dieser jedoch mit der Begründung, „Ich lasse meine Frau nicht mit Männern zu tun haben“, die Babys selbst behandelte.

GESPRÄCHE SORGTEN FÜR GÄNSEHAUT

Auch zum Tod des afrikanischen Babys Opera, dessen Ableben erst Stunden später bemerkt wurde, wie die ersten Ermittlungen ergaben, sind neue Mitschnitte aufgetaucht.

In Gesprächen, die die im Krankenhaus tätigen Krankenschwestern nach dem Tod des Babys untereinander führten, wurde festgestellt, dass sie zugaben, dass das 6 Monate alte Baby Opera gar nicht auf die Neugeborenen-Intensivstation hätte aufgenommen werden dürfen.

Die Krankenschwestern, bei denen eine Vernachlässigung festgestellt wurde, wurden im Rahmen der zweiten Operationswelle festgenommen.


Nachrichtenquelle: 12punto

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