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Skandal um Scheinrechnungen bei der Yunus-Emre-Stiftung weitet sich aus: Zwei wichtige Persönlichkeiten zurückgetreten

Der durch Prüfungen von Steuerfahndern aufgedeckte Skandal um Scheinrechnungen hat bei der Yunus-Emre-Stiftung zu erschütternden Entwicklungen geführt. Der Ehemann der Familienministerin Mahinur Göktaş und der Sohn des MHP-Politikers Semih Yalçın sind nach dem Skandal von ihren Ämtern zurückgetreten.

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Skandal um Scheinrechnungen bei der Yunus-Emre-Stiftung weitet sich aus: Zwei wichtige Persönlichkeiten zurückgetreten

Der Skandal um Scheinrechnungen bei der Yunus-Emre-Stiftung hat in der Türkei für großes Aufsehen gesorgt. Bei Untersuchungen durch Steuerfahnder des Ministeriums für Schatz und Finanzen kam ans Licht, dass zahlreiche Briefkastenfirmen, die Rechnungen an die Stiftung ausstellten, gefälschte Dokumente erstellten. Nach diesen Entwicklungen traten zwei wichtige Persönlichkeiten der Stiftung zurück.

DETAILS ZU DEN RÜCKTRITTEN

Eine der zurückgetretenen Personen ist Rahmi Göktaş, der Ehemann der Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş

Göktaş, der zeitweise als Direktor des Yunus-Emre-Instituts in Brüssel tätig war, legte sein Amt nach dem Skandal nieder. An der Hochzeit des Paares hatten der damalige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, seine Ehefrau Emine Erdoğan sowie deren Töchter Sümeyye Erdoğan Bayraktar und Esra Albayrak teilgenommen.

Die zweite zurückgetretene Person ist Abdullah Kutalmış Yalçın, der Sohn des stellvertretenden MHP-Vorsitzenden und Istanbuler Abgeordneten Semih Yalçın. Es wurde mitgeteilt, dass Yalçın, der das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung innehatte, nach Vorwürfen einer Verbindung zum Skandal zurückgetreten sei. Es wird behauptet, dass die Rücktritte beider Personen gefordert wurden.

ERGEBNISSE DER STEUERFAHNDER 

Bei den im Sommer eingeleiteten Untersuchungen der Steuerfahnder wurde die Verbindung der Stiftung zu den Briefkastenfirmen, die Scheinrechnungen ausstellten, aufgedeckt. Die Prüfer stellten fest, dass die Kasse der Stiftung mit gefälschten Dokumenten geleert wurde, und kamen zu folgenden Ergebnissen:

Rematek İnşaat Şirketi: Es wurde festgestellt, dass das Unternehmen in den Jahren 2022 und 2023 keine geschäftlichen Aktivitäten aufwies und alle ausgestellten Rechnungen gefälscht waren.

Çelikkaya Organizasyon İnşaat: Es wurde ermittelt, dass es sich bei sämtlichen Rechnungen um gefälschte Dokumente handelte, denen keine Waren- oder Dienstleistungslieferungen zugrunde lagen.

Steuerpflichtiger Ali Fide: Es wurde festgestellt, dass er im Jahr 2021 keinerlei geschäftliche Tätigkeit ausübte und lediglich gefälschte Dokumente erstellte.

Peçenekler Demir: Es wurde ermittelt, dass alle Dokumente seit Beginn der Geschäftstätigkeit gefälschte Unterlagen waren, die gegen Provision ausgestellt wurden.

Evrim CNC Makina: Es wurde festgestellt, dass alle seit dem 24. September 2021 ausgestellten Dokumente gefälscht waren.

Den Vorsitz des Kuratoriums der Yunus-Emre-Stiftung führt der Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy. Dem Gremium gehören zudem der stellvertretende Minister für Kultur und Tourismus Serdar Çam, der stellvertretende Außenminister Nuh Yılmaz, der stellvertretende Bildungsminister Ömer Faruk Yelkenci, der stellvertretende Minister für Schatz und Finanzen İsmail İlhan Hatipoğlu, der Vorsitzende der Türkiye Maarif Vakfı Birol Akgün sowie verschiedene Rektoren und Bürokraten an.

NACH DEN RÜCKTRITTEN 

Während die Verantwortlichen des Yunus-Emre-Instituts Fragen zum Skandal unbeantwortet ließen, sorgten die Rücktritte in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit. Da die Stiftung in 66 Ländern an 88 Standorten tätig ist, stellt sich die Frage, wie sich dieser Skandal auf ihren internationalen Ruf auswirken wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich das Ausmaß des Skandals durch die laufenden Untersuchungen der Steuerfahnder noch weiter ausweiten könnte. Die Zukunft der Stiftung und der Prozess bezüglich möglicher rechtlicher Schritte werden genau verfolgt.


Nachrichtenquelle: 12punto

MHP-Vizevorsitzender Semih Yalçın