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Spektakuläre Hintergründe zum neuen Friedensprozess: Kommt der Hausarrest für Terroristenführer Öcalan?

Die İmralı-Delegation der DEM-Partei wird sich am Freitag im Rahmen der Gespräche über den neuen Friedensprozess mit Justizminister Yılmaz Tunç treffen. Die Kolumnistin der Zeitung Nefes, Nuray Babacan, teilte brisante Hintergrundinformationen zu diesem kritischen Treffen, auf das sich alle Augen richten.

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Spektakuläre Hintergründe zum neuen Friedensprozess: Kommt der Hausarrest für Terroristenführer Öcalan?

MHP-Parteichef Devlet Bahçeli ist der Architekt des neuen Friedensprozesses, den die Regierung als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet. Im Rahmen dieses Prozesses besuchten Sırrı Süreyya Önder und Pervin Buldan von der İmralı-Delegation der DEM-Partei, die bereits dreimal mit dem Terroristenführer Abdullah Öcalan zusammengetroffen war, am 10. April den Präsidentenpalast, um den AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu treffen.

Dass die DEM-Partei nach 13 Jahren erstmals wieder Kontakt zu Erdoğan aufnimmt, wird als „kritische Schwelle“ für den neuen Friedensprozess gewertet. Die Delegation wird sich am Freitag mit Justizminister Yılmaz Tunç treffen.

Die Kolumnistin der Zeitung Nefes, Nuray Babacan, bewertete die Entwicklungen in ihrer heutigen Kolumne unter dem Titel „Kein Schritt ohne die Auflösung der PKK“ und teilte dabei brisante Hintergründe.

„KEINE VORBEREITUNG UND KEIN PLAN…“

„Wer zu viel in das Treffen der DEM-Delegation am Freitag im Justizministerium hineininterpretiert, wird sich täuschen. Es gibt noch keine Vorbereitungen und keinen Plan. Bevor die PKK sich nicht auflöst und die Waffen niederlegt, wird keine ‚juristische Arbeit‘ eingeleitet“, schrieb Babacan und erklärte, dass das Ministerium derzeit abwarte.

Babacan betonte, dass das Treffen als eine Absichtserklärung zu verstehen sei: „Denjenigen zufolge, die den Prozess genau verfolgen, werden sich später Geheimdienstbürokraten, Bürokraten des Justizministeriums und Vertreter des Präsidentenpalastes zusammensetzen, um eine Vorstudie zu den Möglichkeiten zu erstellen. Erst danach werden rechtliche Vorbereitungen getroffen und Schritte unternommen. Das bedeutet im besten Fall die Sommermonate. Sie haben ohnehin einen alten Fahrplan für die Schritte von 2015 in der Hand.“

HAUSARREST FÜR ÖCALAN

Nuray Babacan betonte zudem, dass ein Thema wie die Freilassung des Terroristenführers Abdullah Öcalan nirgendwo zur Debatte stehe. Sie erklärte, dass der Terroristenführer nicht aus İmralı in den Hausarrest entlassen werde, sondern höchstens Gäste empfangen und mit der Außenwelt kommunizieren könne, und fügte hinzu:

„Es scheint sogar, als sei man von der Idee abgerückt, ihm mit Genehmigung Bewegungsfreiheit im Inland zu gewähren.“

ZIEL IST DIE RETTUNG ERDOĞANS

Babacan äußerte auch, dass die Politiker klare Vorstellungen vom Prozess hätten: „Der größte Wunsch der AKP-Mitglieder ist es, die Wahlen auf den von ihnen vorgesehenen Termin vorzuziehen. Das Ziel ist es, den Weg für eine erneute Kandidatur von Staatspräsident Tayyip Erdoğan zu ebnen. Dafür benötigen sie die Stimmen der DEM im Parlament. Zudem wollen sie bei den Wahlen auf die Unterstützung der DEM setzen. Sie planen, die konservativen kurdischen Wähler, die der AKP den Rücken gekehrt haben, zur Rückkehr zu bewegen. Denn es ist bekannt, dass der Friedensprozess die nationalistischen Wähler von der Partei entfremden könnte. Während all dies diskutiert wird, was ist dann von der ständigen Betonung des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli zu halten, dass die Wahlen zum regulären Termin stattfinden werden?“

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Nachrichtenquelle: 12punto

Abdullah Öcalan Öffnungsprozess Justizminister Yılmaz Tunç DEM-Parti-Delegation İmralı