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Staudamm kurz vor dem Überlaufen: Evakuierungsbeschluss für 15 Stadtviertel und 7 Dörfer

Nachdem der Almus-Staudamm seine Kapazitätsgrenze erreicht hat und die Gefahr eines Überlaufens gestiegen ist, wurde mit der vorübergehenden Evakuierung der Bevölkerung aus zahlreichen Siedlungen im Bezirk Turhal in der Provinz Tokat begonnen. Unternehmen ergreifen aufgrund des Hochwasserrisikos verschiedene Schutzmaßnahmen.

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Staudamm kurz vor dem Überlaufen: Evakuierungsbeschluss für 15 Stadtviertel und 7 Dörfer

Die verstärkten Regenfälle der letzten Tage haben dazu geführt, dass der Wasserstand im Almus-Staudamm im Yeşilırmak-Becken einen kritischen Punkt erreicht hat. Den vorliegenden Einschätzungen zufolge nähert sich der Staudamm seiner Kontroll- und Sicherheitsgrenze, und das Risiko eines Überlaufens über die Hochwasserentlastungsanlagen nimmt stetig zu. Aus diesem Grund wurden in einigen Stadtvierteln und Dörfern der Region, insbesondere in Turhal, vorübergehende Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet.

Das Katastrophenschutzkomitee von Turhal trat unter Berücksichtigung aktueller Daten der Generaldirektion für Wasserwirtschaft (DSİ) und des Meteorologischen Dienstes zusammen und aktivierte Notfallpläne. In der Erklärung heißt es: „In Übereinstimmung mit den Informationen der Generaldirektion für Wasserwirtschaft und des Meteorologischen Dienstes ist der Almus-Staudamm nahezu vollständig gefüllt. Da davon auszugehen ist, dass die Hochwasserentlastungsanlagen in der Nacht von Dienstag, dem 19.05.2026, oder am Morgen von Mittwoch, dem 20.05.2026, überlaufen werden, wurde beschlossen, die folgenden Maßnahmen bezüglich der im Bezirk Turhal zu erwartenden Überschwemmungen zu ergreifen. Es wurde einstimmig beschlossen, die Stadtviertel Müftü, Kazımkarabekir, Pazar, Meydan, Fatih, Varvara, Hamam, Borsa, Çevlikler, Hacılar, Celal, Yunus Emre, Yavuz Selim, Camikebir und Kova sowie die Dörfer Kızkayası, Arapören, Elalmış, Sütlüce, Şatroba, Tatlıcak und Samurçay für die Dauer der Katastrophenlage vorübergehend zu evakuieren.“

Aufgrund der drohenden Überschwemmungsgefahr durch den vollen Staudamm wurde die Evakuierung für insgesamt 15 Stadtviertel und 7 Dörfer angeordnet. Die Räumungsarbeiten in den betroffenen Gebieten dauern zum Schutz der Bürger an.

Die drohende Hochwassergefahr in der Region hat auch die Gewerbetreibenden in der Cumhuriyet-Straße zum Handeln bewegt. Viele Ladenbesitzer haben ihre Betriebe mit Sandsäcken und Planen gegen mögliche Überflutungen gesichert. Bei einigen Geschäften wurde beobachtet, dass Tür- und Fensterspalten mit Silikonschaum abgedichtet wurden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Andererseits haben einige Unternehmen in den Risikogebieten aus Sicherheitsgründen ihre Türen geschlossen und den Betrieb vorübergehend eingestellt.

Seit letzter Nacht ist der Wasserstand des Yeşilırmak deutlich angestiegen. Es wurde berichtet, dass das Wasser an einigen Stellen das Niveau der Fußgängerbrücken erreicht hat. Die Behörden warnen die Bürger wiederholt davor, sich von Flussbetten und hochwassergefährdeten Gebieten fernzuhalten.

Vor zwei Tagen wurden nach dem Erreichen des kritischen Wasserstands im Staudamm zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Çedaş-Brücke im Stadtzentrum von Turhal wurde aufgrund der Hochwassergefahr abgebaut. Der Bürgermeister von Tokat, Mehmet Kemal Yazıcıoğlu, erklärte dazu: „Wie Sie wissen, wird in Tokat und den umliegenden Orten mit einer schweren Hochwasserkatastrophe gerechnet. In Turhal, Niksar und Erbaa kam es bereits zu Überschwemmungen. Auch im Zentrum von Tokat steht der Almus-Staudamm, wie Sie wissen, kurz vor dem Überlaufen; so lauten die Informationen. Es wird davon ausgegangen, dass das Wasser nach dem Überlaufen der Hochwasserentlastungsanlage innerhalb von 6 Stunden das Zentrum von Tokat erreichen könnte. Da eine Ankunftszeit von etwa 6 bis 6,5 Stunden prognostiziert wurde, mussten wir die Çedaş-Brücke entfernen. Dies war keine für die Generaldirektion für Wasserwirtschaft geeignete Brücke. Sie wird aufgrund eines gemeinsamen Beschlusses abgerissen.“

Die Behörden setzen ihre Arbeiten zur Evakuierung, Sicherheit und Überwachung der Risikogebiete fort, um mögliche negative Auswirkungen zu minimieren.


Nachrichtenquelle: 12punto