Stellungnahme des Ministeriums zur Heuschreckenplage
Nach Gerüchten über eine „Heuschreckenplage“ in Istanbul und der Marmara-Region, die sich in den sozialen Medien verbreiteten, hat das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft erklärt, dass keine landwirtschaftliche Gefahr bestehe.
Nachdem in den letzten Tagen Behauptungen über das Auftreten von Heuschreckenschwärmen in Istanbul und den umliegenden Provinzen in der Öffentlichkeit breit diskutiert wurden, hat das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft eine aktuelle Stellungnahme zu diesem Thema abgegeben. Den durchgeführten Untersuchungen und Beobachtungen zufolge wurde festgestellt, dass in der Marmara-Region, insbesondere in Istanbul und Tekirdağ, keine Heuschreckendichte oder Plage vorliegt, die landwirtschaftliche Erzeugnisse schädigen könnte.
In der Erklärung des Ministeriums wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei den auf den in den sozialen Medien verbreiteten Bildern gezeigten Heuschreckenarten vollständig um solche handelt, die in der Türkei natürlich vorkommen und zu den einheimischen Populationen gehören. Zudem wurde betont, dass „keine Heuschreckenschwärme vom Balkan, aus Afrika oder anderen Regionen eingewandert sind“.
Während der Untersuchungen stellte sich heraus, dass die in Istanbul identifizierte Heuschreckenart sich von den Arten unterscheidet, die in landwirtschaftlichen Gebieten Schäden verursachen. Experten erklärten, dass die beobachtete Weißrandige Beißschrecke (Decticus albifrons) in ihrem natürlichen Lebensraum tatsächlich zum biologischen Gleichgewicht beitrage, indem sie sich von Insekten ernähre.
In der Erklärung des Ministeriums wurden folgende Informationen mitgeteilt: „In der Türkei leben zahlreiche Heuschreckenarten auf natürliche Weise. Insbesondere mit der Erwärmung des Wetters kann bei einigen Arten ein periodischer Anstieg der Population beobachtet werden. Diese Heuschrecken können manchmal durch den Wind in Wohngebiete getragen werden oder aufgrund ihrer Tendenz, sich zum Licht zu orientieren, in den Sommermonaten von Bürgern häufiger wahrgenommen werden. Dies ist jedoch kein Anzeichen für eine Plage, sondern ein natürlicher Prozess.“
Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft erinnerte daran, dass die Heuschreckenarten und ihre Populationen regelmäßig von Expertenteams, die in allen 81 Provinzen tätig sind, im Rahmen des Pflanzenschutzprogramms überwacht werden. Es wurde mitgeteilt, dass die Kontrollen in der Region nach den jüngsten Meldungen aus Istanbul und Tekirdağ noch weiter intensiviert wurden.
Das Ministerium teilte der Öffentlichkeit mit: „Wenn Arten, die eine Bedrohung für die landwirtschaftliche Produktion darstellen könnten, die Schadschwelle erreichen, werden die notwendigen Maßnahmen unverzüglich eingeleitet. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt kein Sachverhalt vor, der ein sofortiges Eingreifen erfordert.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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