Stellungnahme des türkischen Verteidigungsministeriums zur Sumud-Flotte: Griechenland ignoriert seine Verpflichtungen
Quellen des türkischen Verteidigungsministeriums erklärten zum israelischen Eingreifen gegen die Sumud-Flotte vor der Insel Kreta: „Dass Griechenland gegenüber einem Vorfall in seinem eigenen Such- und Rettungszuständigkeitsbereich eine passive Haltung einnimmt, zeigt, dass es seine internationalen Verpflichtungen ignoriert.“
Nach Angaben aus Quellen des türkischen Verteidigungsministeriums hat das Eingreifen der israelischen Marine in internationalen Gewässern gegen die „Global Sumud Flotilla“, die humanitäre Hilfe nach Gaza bringen sollte, Diskussionen hinsichtlich des Völkerrechts und der maritimen Zuständigkeitsbereiche ausgelöst.
Es wurde festgestellt, dass bei dem Eingreifen gegen die Flotte, die sich etwa 80 Seemeilen westlich von Kreta und innerhalb des griechischen Such- und Rettungszuständigkeitsbereichs befand, Kommunikationssysteme gestört, Drohnen zur Belästigung eingesetzt und einige Schiffe tatsächlich geentert wurden.
Die Quellen wiesen darauf hin, dass der Vorfall, da er sich gegen zivile Einheiten richtete, die humanitäre Hilfe transportierten, gegen grundlegende Prinzipien des Völkerrechts verstößt, insbesondere gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS). Zudem wurde erklärt, dass Normen bezüglich des Rechts auf freie Schifffahrt, des Rechts auf Leben und des Schutzes zivilen Eigentums durch solche Eingriffe verletzt würden.
Die Quellen gaben folgende Einschätzung ab:
„Dass das Schiff, das die von israelischen Kräften festgehaltene Besatzung transportierte, nach dem Eingriff in einen griechischen Hafen geleitet wurde und dieser Prozess von den griechischen Behörden nicht verhindert wurde, hat die Kritik an der Haltung der Regierung in Athen verstärkt.
Es wird zum Ausdruck gebracht, dass die Politik von Premierminister Mitsotakis und Verteidigungsminister Dendias hinsichtlich der maritimen Zuständigkeitsbereiche und Souveränitätsrechte Griechenlands für Diskussionen sorgt. Dass Griechenland gegenüber einem Vorfall in seinem eigenen Such- und Rettungszuständigkeitsbereich eine passive Haltung einnimmt, zeigt, dass es seine internationalen Verpflichtungen ignoriert.
Diese Haltung Griechenlands wird in der griechischen Öffentlichkeit dahingehend kritisiert, dass 'die sensiblen Gleichgewichte in der Region negativ beeinflusst werden und dies dazu führt, dass Griechenlands Ansprüche bezüglich der maritimen Zuständigkeitsbereiche auf internationaler Ebene geschwächt werden'.
Betrachtet man die militärischen Aktivitäten Israels in Gaza und die Eingriffe in humanitäre Hilfsinitiativen zusammen, so zeigen diese Entwicklungen, dass die Normen des Völkerrechts vor Ort zunehmend in Frage gestellt werden. Dies hat das Potenzial, nicht nur die regionalen Sicherheitsgleichgewichte, sondern auch die Nachhaltigkeit der regelbasierten Ordnung auf globaler Ebene zu beeinträchtigen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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