Strafanzeige von Tanju Özcan zum Hotelbrand: 'Ermittlungen werden unvollständig geführt'
Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige im Zusammenhang mit dem Brand im Grand Kartal Hotel, bei dem 78 Menschen ums Leben kamen, erstattet. Die Anzeige richtet sich gegen das Ministerium für Kultur und Tourismus, die Provinzverwaltung von Bolu, das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit sowie die Versicherungsagentur, die die Feuerversicherung für das Grand Kartal Hotel ausgestellt hatte.
Bei dem Brand, der am 21. Januar in den frühen Morgenstunden im Grand Kartal Hotel im Skizentrum Kartalkaya ausbrach, kamen 78 Menschen ums Leben, 51 weitere wurden verletzt. Von den 28 Personen, die im Zusammenhang mit dem Brand festgenommen wurden, befinden sich 19 in Untersuchungshaft; von den übrigen 9 Personen wurden 8 unter gerichtlichen Auflagen und 1 Person ohne Auflagen freigelassen.
Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen das Ministerium für Kultur und Tourismus, die Provinzverwaltung von Bolu, das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit sowie die Versicherungsagentur, die die Feuerversicherung für das Grand Kartal Hotel ausgestellt hatte, erstattet. In der Strafanzeige, die Özcan bei der Staatsanwaltschaft einreichte, heißt es:
„Es wurden keine Aussagen von den allgemeinen oder lokalen Verantwortlichen des Ministeriums für Kultur und Tourismus eingeholt. Es wurden keine Aussagen von den Verantwortlichen der Provinzverwaltung eingeholt, die für die Erteilung der Baugenehmigungen, der Nutzungsgenehmigungen sowie der Betriebserlaubnisse für das abgebrannte Hotel zuständig und verantwortlich ist. Die in den Erklärungen des Ministers für Kultur und Tourismus vor dem Hotel erwähnten Prüfberichte aus den Jahren 2021 und 2024 wurden nicht beim zuständigen Ministerium angefordert und den Akten nicht beigefügt. Es wurden keine Unterlagen vom Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit bezüglich des abgebrannten Hotels angefordert, und es wurden keine Aussagen von den allgemeinen oder lokalen Verantwortlichen des betreffenden Ministeriums eingeholt.
Es wurden keine Aussagen von den Bevollmächtigten oder Mitarbeitern der privaten Versicherungsgesellschaft eingeholt, die die Feuerversicherung für das abgebrannte Hotel abgeschlossen hat. Die Ermittlungen zu dem Brandereignis werden unvollständig geführt. Es ist offensichtlich, dass es nicht möglich sein wird, die materiellen Tatsachen zu ermitteln, wenn die Ermittlungen ohne die Behebung dieser Mängel fortgesetzt werden, und dass dies zudem die Aufdeckung der materiellen Wahrheit verhindern wird.
Solange die Ermittlungen in den dargelegten Punkten nicht unverzüglich ausgeweitet werden, besteht sogar die Gefahr der Beweisverdunkelung. Aus all diesen genannten Gründen sahen wir uns gezwungen, diese Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft Bolu einzureichen. Sollten keine notwendigen Schritte bezüglich der entsprechenden Beschwerden unternommen werden, behalten wir uns das Recht vor, rechtliche Schritte auch gegen die Generalstaatsanwaltschaft Bolu sowie gegen den Justizminister einzuleiten, der sich regelmäßig öffentlich zu diesem Fall äußert.“
Nachrichtenquelle: İHA
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu