TFF-Präsident Mehmet Büyükekşi äußert sich zur Präsidentschaftswahl
Der Präsident des türkischen Fußballverbandes (TFF), Mehmet Büyükekşi, der sich anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland aufhält, traf sich in Düsseldorf mit Pressevertretern zu einem Gespräch.
Büyükekşi bewertete das Spiel gegen Georgien, das die Nationalmannschaft mit 3:1 gewann, und betonte, dass die Spieler der „Ay-Yıldızlı“ (Mond-Sterne) einen starken Charakter hätten: „Ich habe unseren Spielern vor dem Spiel gesagt: ‚Ihr werdet Geschichte schreiben, ihr werdet eine große Geschichte haben, die ihr euren Kindern erzählen könnt.‘ Wir sagten: ‚Es wird immer über 2002 und 2008 gesprochen, sorgt ihr dafür, dass über 2024 gesprochen wird‘“, sagte er.
„AUCH UNSER ABERKANNTES TOR WAR MILLIMETERSACHE“
Büyükekşi erklärte, dass sie als Gruppenerster weiterkommen wollten: „Wir heben das Ziel, die Gruppenphase zu überstehen, auf eine höhere Stufe. Weiterkommen reicht nicht, wir wollen als Erste weiterkommen.
Aber der Trainer denkt Schritt für Schritt. Das Ziel ist groß, aber die Schritte sind klein. Die Mannschaften sind sehr stark. Das Gegentor, das wir kassiert haben, war auch sehr schlecht. Dieses Tor entsprach nicht unserem Niveau.
Auch unser aberkanntes Tor war Millimetersache. Wäre es ein 2:0 geworden, wäre das Spiel entschieden gewesen. Wir haben noch nie ein Pflichtspiel gegen Portugal gewonnen. Wir müssen anders spielen und auch das erreichen“, bewertete er.
„UNSERE IM AUSLAND LEBENDEN FANS HABEN ZU 100 PROZENT MITGEZOGEN“
Büyükekşi erklärte, dass sie das Versprechen eines „doppelten Feiertags“ erfüllt hätten: „In Tagen, in denen wir Einheit und Zusammenhalt brauchen, fielen Feiertag und Meisterschaft zusammen. Wir haben dazu aufgerufen: ‚Kommt mit dem Trikot der Nationalmannschaft zu den Länderspielen.‘ Unsere im Ausland lebenden Fans haben zu 100 Prozent mitgezogen. Wir sagten: ‚Zieht Rot an und kommt.‘ Auch unser Fan-Marsch war großartig.
Es herrscht eine große Begeisterung. Wir fühlen uns wie zu Hause. Unsere Fans verleihen der Europameisterschaft große Begeisterung. Wir haben alle zusammen lautstark das Lied ‚Memleketim‘ (Meine Heimat) gesungen, auch meine Stimme ist heiser geworden.
Wir haben die gelbe Wand des Dortmunder Stadions in eine rote Wand verwandelt. Wir danken den Fans, alles war rot-weiß. Wir haben immer gesagt: ‚Wir werden wie zu Hause spielen‘, und so kam es auch. Von den 60.000 Plätzen im Stadion waren 50.000 von Türken besetzt“, sagte er.
„DAS ENTSPRACCH NICHT UNSEREM NIVEAU“
Büyükekşi merkte an, dass die Trommler, die beim Georgien-Spiel im Einsatz waren, eine Arbeit der in Deutschland ansässigen Vereine seien: „Wir haben den Vorsänger aus Antalya geholt. Die Trommler sind das Werk unserer Vereine hier. Während die georgische Nationalhymne gespielt wurde, gab es ein leichtes Pfeifen, das entsprach nicht unserem Niveau. Wir sind sowohl Nachbarn als auch Freunde. Die UEFA bestraft solche Dinge. Respekt vor nationalen und religiösen Werten ist wichtig“, sagte er.
Büyükekşi berichtete, dass der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Nationalspieler nach dem Spiel angerufen habe, noch bevor sie in die Umkleidekabine gegangen seien: „Unser Präsident rief an, als er noch auf der Tribüne war. Er hat alle Tore einzeln analysiert“, erklärte er.
ER ÄUSSERTE SICH ZU DEN VERLETZUNGEN
Büyükekşi erinnerte daran, dass die Reise der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft mit Pech begonnen habe: „Çağlar verletzte sich vor dem Trainingslager. Enes im Lager, Ozan und İrfan Can beim Polen-Spiel... Die Chance, dass sie spielen, ist gering. İsmail ist im Kader, hat aber Probleme, Zeki ist noch nicht vollständig genesen. Insgesamt hatten 7 unserer Spieler Probleme“, bewertete er.
Büyükekşi wies darauf hin, dass nach den Vorbereitungsspielen die Kritik am Trainer Vincenzo Montella begonnen habe, und erinnerte daran, dass der italienische Trainer gestern Geburtstag hatte: „Er war vor dem Spiel sehr konzentriert.
Sein Traum war es, als Trainer bei der Europameisterschaft dabei zu sein, das ist auch für ihn wichtig. Er trifft sich nicht einmal mit seiner Familie. Deshalb bin ich alleine zum Treffen gegangen. Es war sein Geburtstag, es wurde eine Torte angeschnitten“, sagte er.
PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN BEIM TFF
Bezüglich der anstehenden Präsidentschaftswahl beim türkischen Fußballverband sagte Büyükekşi: „Es wurde gesagt, die Wahl solle ‚im Juni stattfinden‘. Mein Bruder, es gibt eine Nationalmannschaft. Ich habe Vincenzo Montella geholt. Es gibt eine Verantwortung.
Vielleicht wird man sich mit dem Nachfolger nicht verstehen. Die Ausländerregelung wurde festgelegt. Ein Übertragungsvertrag wurde abgeschlossen, was ist das, was nicht rechtzeitig fertig wird? Ihre einzige Sorge ist der Schiedsrichter. Der Schiedsrichter, den wir verprügelt haben, wird sein zweites Spiel (bei der Europameisterschaft) leiten. Nirgendwo auf der Welt wird so viel über Schiedsrichter spekuliert“, sagte er.
Büyükekşi schloss seine Worte mit einem Kommentar zu Nuri Şahin, dem Trainer von Borussia Dortmund: „Nuri Şahin wurde mit 35 Jahren Trainer von Dortmund. Das ist ein Grund zum Stolz für uns. Arda, der Liebling der Kinder, ist derzeit ein Vorbild. Er ist auch in der Mannschaft sehr beliebt“, sagte er.
Nachrichtenquelle: AA
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