Thema im CHP-Parteivorstand: Angriff auf Özgür Özel – Kritik der Parteispitze an Bahçeli: 'Diese Denkweise kann dem Land keinen Frieden bringen'
Der Zentrale Exekutivausschuss (MYK) der CHP ist unter dem Vorsitz des Parteivorsitzenden Özgür Özel in der Parteizentrale zusammengekommen. Es heißt, dass bei dem Treffen der physische Angriff auf den CHP-Chef Özel nach der Trauerfeier für den stellvertretenden Parlamentspräsidenten Sırrı Süreyya Önder auf der Tagesordnung stehen wird.
Der Zentrale Exekutivausschuss (MYK) der Republikanischen Volkspartei (CHP) trat heute um 13.30 Uhr unter der Leitung des Parteivorsitzenden Özgür Özel in der Parteizentrale zusammen.
Eines der bemerkenswertesten Themen auf der Tagesordnung war der Angriff auf Özgür Özel, der sich nach der Gedenkfeier für den kürzlich verstorbenen stellvertretenden Parlamentspräsidenten Sırrı Süreyya Önder im Istanbuler AKM ereignete.
In einer Bewertung gegenüber ANKA betonten CHP-Quellen, dass der Vorfall kein Zufall sei, und teilten folgende Ansichten:
"Wir sind der Meinung, dass es sich um einen geplanten Angriff handelt. Bei solchen Ereignissen werden immer nützliche Werkzeuge geschaffen. Es sind immer Leute mit einer dunklen Vergangenheit involviert, und solche Vorfälle ereignen sich immer an Wendepunkten des Landes. Es war wichtig, dass unser Parteivorsitzender den Friedensprozess unterstützt, aber gleichzeitig seine sehr scharfen roten Linien wahrt. Dass er Aufmerksamkeit erregt und auf der Straße Anklang findet, ist ebenfalls wichtig. Jemand versucht wieder, ein Spiel zu inszenieren."
KRITIK AN BAHÇELİ: DIESE DENKWEISE KANN DEM LAND KEINEN FRIEDEN BRINGEN
Nach dem Angriff rief der AKP-Generalsekretär und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan Özgür Özel an, um ihm seine Genesungswünsche auszusprechen. Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli hingegen gab eine Erklärung über soziale Medien ab. CHP-Führungskräfte äußerten sich zu diesen Nachrichten wie folgt:
"Erdoğans Anruf nach dem Vorfall war wichtig, aber es war äußerst interessant, dass Devlet Bahçeli beharrlich nicht von 'Parteivorsitzendem', sondern von 'Funktionär' sprach. Diese Denkweise kann diesem Land keinen Frieden bringen. Das will höchstens Erdoğan erneut zum Präsidentschaftskandidaten machen. Wenn es ihm um Frieden und Ruhe ginge, würde er diesen Beitrag nicht so verfassen. Er verwendet weiterhin eine spaltende Rhetorik. Solange diese Sprache fortbesteht, sehen einige in der Gesellschaft dies als ihre Aufgabe an. Dass er dies immer noch fortsetzt, einerseits von 'Frieden' spricht und andererseits den Namen der größten politischen Partei dieses Landes nicht nennt – wobei Bahçeli erst kürzlich Öcalan als 'Gründervater' bezeichnet hat. Hier spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass die Umfragewerte der CHP steigen und sie erfolgreich ist. Es ist ein Plan, um eine Wahrnehmung zu erzeugen."
"KURDISCHE WÄHLER SIND SICH DER AUFRICHTIGKEIT DER CHP BEWUSST"
CHP-Quellen behaupteten, dass die Distanz der kurdischen Wähler zur MHP zugenommen habe und das Vertrauensproblem tiefer geworden sei. Basierend auf Beobachtungen vor Ort teilten sie folgende Ansichten:
"Sie konnten bei den kurdischen Wählern keinen Anklang finden. Ja, der Einfluss von Abdullah Öcalan ist sehr hoch, aber wenn wir vor Ort unterwegs sind, sehen wir: Es gibt ein Vertrauensproblem, die kurdischen Wähler haben Sorgen bezüglich des Prozesses. Daher haben auch sie erkannt, dass sie die Stimmen der kurdischen Wähler nicht gewinnen können. Wir sehen diese Wähler bei unseren eigenen Kundgebungen. Als der Prozess begann, kam interessanterweise die Forderung auf, dass die CHP in diesen Prozess einbezogen werden sollte. Die CHP hatte die Aufgabe einer Versicherung übernommen. Die kurdischen Wähler sind sich der Aufrichtigkeit der CHP in dieser Angelegenheit bewusst. Sie wissen, dass die Absicht nicht darin besteht, jemanden zum Präsidentschaftskandidaten zu machen, sondern dass dies ein Demokratisierungsproblem ist, das gelöst werden muss. Das ist auch der Grund für das Unbehagen der MHP. Sie verliert sowohl ihre eigene Basis als auch kann sie das, was sie von der anderen Seite will, nicht erreichen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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