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TİP-Vorsitzender Baş kritisiert AKP in 1.-Mai-Beitrag scharf

Nach den 1.-Mai-Feierlichkeiten, die in Istanbul aufgrund der harten Maßnahmen der Polizei nicht wie geplant stattfinden konnten, äußerten sich verschiedene Parteivorsitzende kritisch. Auch der TİP-Vorsitzende Erkan Baş kritisierte die Ereignisse in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account.

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TİP-Vorsitzender Baş kritisiert AKP in 1.-Mai-Beitrag scharf

Die Polizei intervenierte gegen Mitglieder der Arbeiterpartei der Türkei (TİP), die versuchten, von Saraçhane aus einen Demonstrationszug zu starten. Der TİP-Vorsitzende und Abgeordnete Erkan Baş geriet in eine Auseinandersetzung mit Polizisten, die versuchten, Parteimitglieder festzunehmen.

Baş, der versuchte, den Demonstrationszug zu schützen, forderte einen Polizisten, der ihn anschrie, auf: „Schreien Sie nicht.“ 

Nach der entstandenen Spannung äußerte sich der TİP-Vorsitzende Erkan Baş in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account zum Tag und fand folgende Worte zum 1. Mai:

Trotz aller Verbotsversuche der verfassungsfeindlichen AKP-MHP-Regierung gratuliere ich den zehntausenden Werktätigen und unserer Parteiorganisation von Herzen, die ihren Feiertag im ganzen Land mit Begeisterung begangen haben. 

Wir haben gemeinsam erneut gezeigt, dass keine Macht der Welt sich gegen die Arbeit und die Werktätigen stellen kann.

Die AKP ist eine Partei der Arbeitgeber. 

Sie haben das getan, was eine Handvoll Kapitalisten von ihnen erwartete, und sich gegen die Sehnsucht der Arbeiterklasse nach einem menschenwürdigen Leben sowie gegen konkrete Forderungen wie eine 35-Stunden-Woche, den arbeitsfreien Samstag und gleichen Lohn für gleiche Arbeit gestellt.

Wir werden die Herrschaft des Kapitals mit all ihren Elementen besiegen, daran sollte niemand zweifeln.

Andererseits muss man leider sagen, dass sowohl das Organisationskomitee als auch die größte Oppositionspartei eine Entscheidung getroffen haben, die eine wichtige Forderung, die wir gemeinsam aufgestellt hatten, untergraben und die Begeisterung der Werktätigen an ihrem Feiertag geschmälert hat. 

Dies hat, wenn auch ungewollt, zu Erdoğans falscher Machtdemonstration geführt. 

Ich frage: Werden wir unsere Grundrechte schützen, indem wir statt unseres Willens und unserer rechtlichen Überlegenheit, dass der Taksim-Platz nicht für das Volk gesperrt werden darf, die Werktätigen, die dem Polizeigewalt widerstehen, zum „Auseinandergehen“ auffordern und die Seite der Widerständigen verlassen?

Trotz allem ist der Kampf und die Solidarität am 1. Mai 2024 wichtig und hat Lehren für die Zukunft hinterlassen. 

Wir werden unsere Hausaufgaben machen und uns an schöneren Feiertagen wiedersehen. 

Es lebe der 1. Mai! 

Es lebe der Sozialismus.



Nachrichtenquelle: 12punto