Türkei ist fünftgrößter Exporteur nach Israel: UN-Daten sorgen für Diskussionen
Mit Exporten im Wert von 2,86 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 ist die Türkei nach China, den USA, Deutschland und Italien zum fünftgrößten Warenlieferanten Israels aufgestiegen.
Die vom Journalisten Metin Cihan geteilten Daten zeigen, dass die Türkei das fünftgrößte Land ist, das Waren nach Israel exportiert. Basierend auf einem Bericht von Al Jazeera vom 21. Mai 2025 und Daten der UN-Handelsdatenbank (UN Comtrade) exportierte die Türkei im Jahr 2024 Waren im Wert von 2,86 Milliarden US-Dollar nach Israel. Diese Daten platzieren die Türkei nach China, den USA, Deutschland und Italien auf dem fünften Rang der wichtigsten Warenlieferanten Israels.
Dem Bericht zufolge importierte Israel im Jahr 2024 Waren im Gesamtwert von 91,5 Milliarden US-Dollar, wobei der Großteil dieser Importe aus Ländern wie China (19 Milliarden US-Dollar), den USA (9,4 Milliarden US-Dollar) und Deutschland (5,6 Milliarden US-Dollar) stammte.
Der Journalist Metin Cihan äußerte sich in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X wie folgt:
„Wir sind das fünftgrößte Land, das Waren nach Israel verkauft.
Nachricht: Al Jazeera
Quelle: UN-Handelsdatenbank“
Der Journalist, der seinem Beitrag eine grafische Tabelle aus dem entsprechenden Al-Jazeera-Bericht beifügte, brachte die Handelsbeziehungen der Türkei mit Israel erneut auf die öffentliche Agenda.
HATTE DIES BEREITS DURCH DIE VERFOLGUNG DES SCHIFFSVERKEHRS AUFGEDECKT
Metin Cihan hatte bereits zuvor Frachtschiffe, die regelmäßig von der Türkei zu israelischen Häfen fuhren, anhand internationaler Schifffahrtsplattformen dokumentiert und öffentlich gemacht. Nach diesen Beiträgen wurde er von regierungsnahen Kreisen ins Visier genommen. Regierungsvertreter hingegen argumentierten, dass dieser Handel vom Privatsektor abgewickelt werde und nicht direkt mit staatlicher Politik in Verbindung gebracht werden könne.
Während die politische Führung in der Türkei insbesondere nach den Entwicklungen im Gazastreifen eine harte Rhetorik gegenüber Israel pflegt, hat der anhaltende und zunehmende Handel zwischen den beiden Ländern in der Öffentlichkeit zu Diskussionen über einen „Widerspruch zwischen Rhetorik und Handeln“ geführt. Die Opposition und einige Nichtregierungsorganisationen argumentieren, dass ein erheblicher Widerspruch zwischen der Rhetorik der Regierung zur Unterstützung Palästinas und den tatsächlichen Handelsbeziehungen bestehe.
Ein weiteres Faktum ist zudem, dass Personen, die bei verschiedenen Veranstaltungen gegen den Handel der Türkei mit Israel protestieren, gewaltsam festgenommen werden...
Nachrichtenquelle: 12punto
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