Türkei: Schengen-Verkehr nimmt zu – jeder siebte Antrag wird abgelehnt
Laut Daten der Europäischen Kommission für das Jahr 2025 stiegen die Schengen-Visumanträge türkischer Staatsbürger um 8 Prozent auf über 1,26 Millionen. Während die Ablehnungsquote bei 14,6 Prozent stagnierte, erwies sich Griechenland als das am einfachsten zugängliche Land, während Malta und nordeuropäische Staaten die höchsten Hürden aufbauten.
Die von der Europäischen Kommission veröffentlichten Schengen-Visastatistiken für 2025 verdeutlichen die hohe Nachfrage nach Reisen von der Türkei nach Europa sowie die bürokratischen Hürden, mit denen diese Nachfrage konfrontiert ist. Trotz eines spürbaren Anstiegs der Antragszahlen im Vergleich zum Vorjahr konnte bei den Ablehnungsquoten keine Verbesserung verzeichnet werden. Die Zahl der Anträge stieg von 1 Million 173 Tausend 917 im Jahr 2024 auf 1 Million 268 Tausend 376 im Jahr 2025. Dieser Anstieg führte jedoch nicht zu einer größeren Öffnung der Grenzen; die Ablehnungsquote blieb bei 14,59 Prozent und belegt damit, dass die Schwierigkeiten türkischer Staatsbürger beim Zugang zu Visa chronisch geworden sind.
HARTE VISABARRIEREN IN MALTA UND NORDEUROPA
Bei einer Analyse der Daten nach Ländern zeigt sich, dass Malta mit einer Rekord-Ablehnungsquote von 34,8 Prozent die distanzierteste Haltung gegenüber türkischen Staatsbürgern einnahm. Auf Malta folgten Polen (29,3 %) und Schweden (26,5 %), die ihre Visapolitik verschärft haben. Auch in Ländern wie Norwegen, Finnland und Deutschland lagen die Ablehnungsquoten mit über 20 Prozent weit über dem türkischen Durchschnitt (14,6 %). Insbesondere die Ablehnungsquote Deutschlands von 21,1 Prozent verdeutlicht die Tiefe der Visakrise trotz der engen sozialen und wirtschaftlichen Bindungen zwischen beiden Ländern.
GRIECHENLAND IST DAS LAND MIT DEN MEISTEN VISUMERTEILUNGEN
Die zugänglichste Route in den Schengen-Raum für die Türkei war erneut Griechenland. Mit über 310 Tausend Anträgen ist Griechenland das beliebteste Ziel der Türken und behielt mit einer niedrigen Ablehnungsquote von 10,7 Prozent den Titel als „freundlichstes Tor“. Nach Griechenland folgten Deutschland, Frankreich und die Niederlande in Bezug auf das Antragsvolumen und die Anzahl der Genehmigungen. Andererseits wurde die Tatsache, dass etwa 69 Prozent der erteilten Visa (736 Tausend 556 Stück) als „Mehrfacheinreisevisa“ ausgestellt wurden, als positive Entwicklung für den begrenzten Kreis der Visuminhaber verbucht. Die Türkei behauptet weiterhin ihre Position als das Land mit den zweitmeisten Schengen-Visumanträgen weltweit, direkt hinter China.
Nachrichtenquelle: 12punto
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