Türkischer Staatsbürger in Serbien von Banden entführt: 150.000 Euro Lösegeld gefordert
Sieben Verdächtige, die einen türkischen Staatsbürger in Serbien entführt und 150.000 Euro Lösegeld gefordert hatten, haben vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Den Verdächtigen drohen wegen Entführung Freiheitsstrafen zwischen 5 und 18 Jahren.
Die Oberstaatsanwaltschaft Belgrad hat Details zur Befragung von sieben Verdächtigen bekannt gegeben, die einen türkischen Staatsbürger entführt und 150.000 Euro Lösegeld gefordert hatten. Die Verdächtigen wurden fünf Tage nach der Entführung am 3. Februar bei einem Polizeieinsatz gefasst. Die Beschuldigten, zwei syrische und fünf serbische Staatsangehörige, wiesen vor der Staatsanwaltschaft alle Vorwürfe zurück.
In der Erklärung der Staatsanwaltschaft heißt es, die Verdächtigen hätten den türkischen Staatsbürger M.S. am 3. Februar vor seinem Wohnhaus in Surcin abgepasst, ihn angegriffen, gewaltsam in ein Fahrzeug gezerrt und in ein Haus in der Stadt Novi Sad gebracht. Am nächsten Tag kontaktierten die Verdächtigen den Bruder des Opfers, A.S., und forderten 150.000 Euro Lösegeld. A.S. wurde mitgeteilt, dass er diese Summe zahlen müsse, um seinen Bruder lebend wiederzusehen.
Die Verdächtigen untermauerten ihre Lösegeldforderung mit Sprach- und Textnachrichten über WhatsApp. M.S. wurde am 8. Februar bei einer Operation der serbischen Polizei in Novi Sad befreit. Während des Einsatzes wurden die sieben Verdächtigen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft, da die Gefahr bestehe, dass die Verdächtigen Zeugen beeinflussen oder die Tat wiederholen könnten. Zudem wurde ein Haftbefehl gegen zwei weitere Personen im Zusammenhang mit dem Vorfall beantragt und eine Fahndung eingeleitet.
In der Erklärung der Staatsanwaltschaft wurde Folgendes festgehalten:
''Es besteht ein begründeter Verdacht, dass die Verdächtigen als Gruppe agierten, M.S. am 3. Februar gewaltsam festhielten und das Ziel dieser Handlung darin bestand, von M.S.' Bruder S.A. 150.000 Euro Lösegeld zu erpressen, wobei sie A.S. damit drohten, seinen Bruder zu töten... Die Verdächtigen verfolgten M.S. am 3. Februar, lauerten ihm am Abend vor dem Gebäude auf, in dem er in Surcin wohnte, griffen ihn an, versetzten ihm zahlreiche Schläge, zwangen ihn in ein Fahrzeug der Marke 'Citroen' und brachten ihn zunächst an einen unbekannten Ort in der Nähe der Stadt Novi Pazar und anschließend in ein Haus in der Stadt Novi Sad''
Berichten der serbischen Presse zufolge soll der Drahtzieher hinter der Entführung der syrischstämmige Basil A.D. sein. Die Verdächtigen werden nach dem serbischen Strafgesetzbuch wegen Entführung angeklagt, wofür Freiheitsstrafen zwischen 5 und 18 Jahren vorgesehen sind.
Die Staatsanwaltschaft gab an, dass Beweise dafür vorlägen, dass die Verdächtigen M.S. geschlagen und bedroht hätten. Zudem wurde erklärt, dass die Verdächtigen Aufnahmen des Opfers verwendet hätten, um ihre Lösegeldforderung zu untermauern. Während der Prozess gegen die Verdächtigen andauert, wurden die Ermittlungen zu den Details der Entführung und den Verbindungen der Verdächtigen ausgeweitet.
Nachrichtenquelle: İHA
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