Ümit Özdağ kritisiert Kılıçdaroğlu wegen 'Referendum': 'Man muss den Mut haben, sich vor die Mündung zu stellen!'
Ümit Özdağ, zu Gast beim Youtube-Kanal 12puntotv von 12punto.com.tr, erinnerte an die umstrittenen nicht gestempelten Stimmzettel und die Debatten um die YSK beim Referendum 2017. Özdağ kritisierte den ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu mit den Worten: "Mein Bruder, schau; wenn du in der Türkei Politik machen willst, musst du den Mut haben, dich vor die Mündung zu stellen."
Zu Gast beim Youtube-Kanal 12puntotv von 12punto.com.tr beantwortete der Vorsitzende der Zafer Partisi, Ümit Özdağ, die Fragen des Journalisten und Autors Tuncay Mollaveisoğlu und erinnerte an das Referendum von 2017, das wegen der nicht gestempelten Stimmzettel in die Schlagzeilen geraten war.
KRITIK AN KILIÇDAROĞLU
Özdağ erinnerte daran, dass er selbst vor die YSK gezogen war, und sagte:
"Während alle Parteivorsitzenden schliefen oder in ihren Betten lagen, bin ich alleine vor die YSK gegangen, in das Büro des YSK-Vorsitzenden eingedrungen und habe ihn gefragt: 'Wirst du dich vor dem Verfassungsgericht verantworten?' Habe ich das getan? Ja, habe ich.
Was sagte Kemal Bey damals? Er saß in der Parteizentrale und meinte, wenn wir uns auf den Weg machen, würden bewaffnete Männer auf den Straßen lauern und auf uns schießen. Mein Bruder, schau; wenn du in der Türkei Politik machen willst, musst du den Mut haben, dich vor die Mündung zu stellen. Wenn nicht, geh in Rente! Außerdem gab es niemanden, der bewaffnet war."
"DAS PRÄSIDIALSYSTEM IST DAS ERGEBNIS EINES SCHMUTZIGEN REFERENDUMS"
Özdağ setzte seine Kritik wie folgt fort:
"Wenn die CHP in jener Nacht mit ihren Abgeordneten zur YSK marschiert wäre, wäre das Präsidialsystem in der Türkei nicht verfassungswidrig eingeführt worden.
15 Tage später machten diejenigen, die dem türkischen Volk seinen Willen durch ein schmutziges Referendum geraubt hatten, lachend Fotos. Das in diesem Land errichtete Präsidialsystem ist das Ergebnis eines schmutzigen Referendums. Es wurde unter Bruch der Verfassung durchgeführt."
WAS WAR PASSIERT?
Beim Verfassungsreferendum 2017 stimmten 51,41 Prozent mit "Ja", woraufhin in der Türkei das Präsidialsystem eingeführt wurde.
Im Zentrum der Einwände der Opposition gegen die Ergebnisse des Verfassungsreferendums stand damals die Entscheidung der YSK, "nicht gestempelte Stimmzettel als gültig anzuerkennen".
Der damalige CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu war dafür kritisiert worden, nicht entschlossen genug reagiert zu haben.
Kılıçdaroğlu verteidigte sich damals mit folgenden Worten:
"Die Gegenseite war bewaffnet. Wir hatten solche Informationen erhalten. Wir haben das in jener Nacht (der Referendumsnacht) mit den Freunden in der Partei diskutiert. Und wir haben unsere Bürger nicht ständig zu Aktionen oder Protesten aufgerufen, indem wir sagten 'geht auf die Straße'. Aus Sorge, dass es zu sehr schlimmen Vorfällen kommen könnte, haben wir beschlossen, diese Verantwortung nicht zu übernehmen."
Heute ist der 16. April. Der Tag, an dem durch ein schmutziges Referendum die Verfassung des Palast-Regimes errichtet wurde. Die Nacht des Referendums, in der die YSK unter Bruch der Verfassung nicht gestempelte Stimmzettel akzeptierte. Kılıçdaroğlu ist zu Hause. Akşener ist in Istanbul. Babacan/Davutoğlu sind bei der AK Parti. Özdağ stellt im Büro des YSK-Vorsitzenden zur Rede pic.twitter.com/E9FFJVN08S
— Ümit Özdağ (@umitozdag) 16. April 2022
Nachrichtenquelle: 12punto
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