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Umstrittene Muttertags-Werbung zurückgezogen: RTÜK leitet Untersuchung ein

Der von Bosch Türkei für den Muttertag produzierte Werbespot wurde nach heftiger Kritik aus dem Programm genommen. Die Rundfunkbehörde RTÜK gab bekannt, dass eine Untersuchung zu dem Werbespot eingeleitet wurde.

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Umstrittene Muttertags-Werbung zurückgezogen: RTÜK leitet Untersuchung ein

Der von Bosch Türkei unter dem Titel „Eine echte Mutter-Geschichte“ veröffentlichte Muttertags-Werbespot hat in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt. Während die besagte Werbung insbesondere in den sozialen Medien und in regierungsnahen Medien zum Ziel der Kritik wurde, äußerte auch die Ministerin für Familie und Sozialdienste, Mahinur Özdemir Göktaş, ihre Kritik.

Ministerin Göktaş kritisierte die Werbung mit folgenden Worten: „Jede Frau, die das Leben eines Kindes mit Liebe berührt, es großzieht, beschützt und auf die Zukunft vorbereitet — ob biologisch oder als Pflegemutter — ist eine echte Mutter. Diese Bindung ist nicht nur individuell, sondern auch die Grundlage der gesellschaftlichen Kontinuität. Jede Form der Liebe ist natürlich wertvoll. Wir akzeptieren jedoch nicht, dass ein so tiefer und konstituierender Wert wie die Mutterschaft zugunsten von Kommunikationsstrategien aufgeweicht und trivialisiert wird.“

Nach dem öffentlichen Druck zog Bosch Türkei den Werbespot von allen Kanälen zurück. Während das Unternehmen keine detaillierte Stellungnahme zu dem Thema abgab, schaltete sich nach den Reaktionen auch der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) ein.

UNTERSUCHUNGSBESCHLUSS VON RTÜK

Der RTÜK-Vorsitzende Mehmet Daniş gab in einer Erklärung über soziale Medien bekannt, dass eine Untersuchung zu dem Werbespot eingeleitet wurde. In der Erklärung von RTÜK hieß es: „Als Hoher Rat für Rundfunk und Fernsehen erinnern wir nachdrücklich daran, dass wir unter keinen Umständen zulassen werden, dass das Konzept der Familie auf den Bildschirmen einer Werteerosion unterliegt, und geben respektvoll bekannt, dass unser Hoher Rat eine Untersuchung zu dem betreffenden Werbespot eingeleitet hat.“

In welchem Umfang und wie lange die Untersuchung zu der Werbung andauern wird, ist noch nicht geklärt.


Nachrichtenquelle: 12punto