Verdacht auf Lebensmittelvergiftung in Istanbul... 7 Haftbefehle erlassen
Im Fall der Lebensmittelvergiftung, die zum Tod einer aus Deutschland angereisten Familie in Istanbul führte, ist die Zahl der Festnahmen auf 7 gestiegen; die Untersuchung der verdächtigen Substanzen dauert an.
Im Istanbuler Stadtteil Fatih dauern die Ermittlungen zum Tod einer aus Deutschland angereisten Familie infolge einer Lebensmittelvergiftung an. Nachdem die Mutter und ihre zwei Kinder verstorben waren, hat die Einlieferung zweier weiterer Touristen, die im selben Hotel übernachteten und über Übelkeit und Erbrechen klagten, die Ermittlungen in eine neue Dimension geführt.
ANZAHL DER FESTNAHMEN AUF 7 GESTIEGEN
Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommenen Verdächtigen ist von 3 auf 7 gestiegen. Zunächst waren der mobile Muschelverkäufer Y.D. wegen "qualifizierten Betrugs", der Geschäftsinhaber E.E. sowie der Lokum-Verkäufer F.T. wegen verschiedener Delikte festgenommen worden.
Die Verdächtigen werden wegen "fahrlässiger Tötung" vernommen. Die Istanbuler Sicherheitsdirektion setzt die Verhöre der Verdächtigen fort.
2 TOURISTEN IM HOTEL INS KRANKENHAUS EINGELIEFERT
Unterdessen wurde bekannt, dass der Zustand von zwei weiteren Touristen, bei denen keine Lebensgefahr besteht, ebenfalls Anlass zur Sorge gibt. Der italienische Staatsbürger Mustafa T. und der marokkanische Staatsbürger Reda F. waren am 11. und 12. November zu touristischen Zwecken nach Istanbul gereist.
Mustafa T. erkrankte am 14. November gegen 02:00 Uhr und wurde ins Krankenhaus eingeliefert; sein Freund Reda F., der kurz darauf das Zimmer betrat, begab sich aufgrund von Übelkeit ebenfalls in ärztliche Behandlung und wurde unter Beobachtung gestellt. Es wurde festgestellt, dass die beiden Touristen im Hotel ausschließlich Wasser aus einem Wasserspender (Damacana) getrunken hatten. Obwohl der Zustand der Touristen bei den Untersuchungen als nicht kritisch eingestuft wurde, wird mit Hochdruck versucht, die Ursache für diesen Vorfall zu ermitteln.
WASSER AUS DEM WASSERSPENDER GETRUNKEN
Die Untersuchungen ergaben, dass die verstorbene Familie und die beiden Touristen zwar nicht dieselben Speisen konsumiert hatten, das aus dem Wasserspender getrunkene Wasser jedoch der gemeinsame Nenner war. Die Abteilung für Tatortuntersuchung der Istanbuler Sicherheitsdirektion führte eine detaillierte Inspektion im Hotel durch und entnahm Wasserproben. Auch das Videomaterial der Überwachungskameras wurde zur Auswertung sichergestellt.
HOTEL WURDE MIT SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNGSMITTELN BEHANDELT
Teams der Provinzgesundheitsdirektion sowie der Landwirtschafts- und Forstbehörde des Bezirks Fatih führten Kontrollen bezüglich der im Hotel durchgeführten Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen durch. Bei den Kontrollen wurde festgestellt, dass die Schädlingsbekämpfung nur im Erdgeschoss und in einem einzigen Zimmer durchgeführt wurde und die verwendeten Substanzen einige verdächtige Bestandteile enthielten. Es wird geprüft, ob bestimmte in der Landwirtschaft verwendete Mittel für die menschliche Gesundheit schädlich sein könnten.
TOURISTEN UND FAMILIE WOHNTEN AUF UNTERSCHIEDLICHEN ETAGEN
Den Ermittlungen zufolge wurde bekannt, dass die Etage, in der die Touristen untergebracht waren, von der Etage der verstorbenen Familie abweicht; die Touristen wohnten im 4. Stock, während die Familie im 1. Stock untergebracht war. Die Einsatzkräfte haben die entnommenen Proben zur Analyse an ein Labor geschickt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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