Verdächtige Frauenmorde im Parlament: 'Gibt es Bemühungen, Straflosigkeit zu verhindern?'
Die DEM-Partei-Abgeordnete für Van, Gülderen Varlı, hat eine schriftliche Anfrage an das Präsidium der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) gerichtet, die von Ministerin Mahinur Özdemir Göktaş beantwortet werden soll.
Die DEM-Partei-Abgeordnete für Van, Gülderen Varlı, hat das Thema verdächtiger Todesfälle von Frauen in das Parlament eingebracht. In ihrer Anfrage, die von Ministerin Göktaş beantwortet werden soll, thematisierte Varlı die Vorwürfe der Vernachlässigung im Fall des verdächtigen Todes der im dritten Monat schwangeren Zeynep Varlı.
Die DEM-Partei-Abgeordnete Gülderen Varlı hat Vorwürfe zu Frauenmorden, verdächtigen Todesfällen von Frauen und Vermisstenfällen vor die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) gebracht. Varlı reichte eine schriftliche Anfrage beim Präsidium der TBMM ein, mit der Bitte um Beantwortung durch die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş.
In der Anfrage wurde zum Ausdruck gebracht, dass in Fällen von Frauenmorden und verdächtigen Todesfällen keine wirksamen Ermittlungen durchgeführt würden, Beweise nicht rechtzeitig gesammelt würden und in der Öffentlichkeit ernsthafte Besorgnis über die Politik der Straflosigkeit bestehe.
Aufmerksamkeit auf den Fall Zeynep Varlı gelenkt
In der Anfrage wurde daran erinnert, dass Zeynep Varlı, die im Bezirk Erciş in Van lebte und im dritten Monat schwanger gewesen sein soll, am 28. November 2024 unter verdächtigen Umständen ums Leben kam.
Nach Angaben von Familienangehörigen sei Zeynep Varlı während ihrer Ehe körperlicher und psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen; sie habe ihrer Familie von der Gewalt berichtet, doch es sei nicht eingegriffen worden. Die Anwälte, die den Fall verfolgen, kritisierten zudem, dass das vorliegende Sachverständigengutachten nicht von fachkundigen Experten erstellt worden sei, widersprüchliche Bewertungen zur Todesursache vorlägen und Beweise nur unvollständig gesammelt worden seien.
„Warum wurde der Haftantrag abgelehnt?“
In der Anfrage wurden auch Vorwürfe thematisiert, wonach der Verdächtige Ahmet Hancı erst Stunden nach dem Vorfall festgenommen wurde, die Aussagen widersprüchlich seien und trotz der Vorwürfe körperlicher Gewalt der Antrag auf Untersuchungshaft abgelehnt wurde.
Die Abgeordnete für Van, Gülderen Varlı, richtete folgende Fragen an das Ministerium:
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Welche gerichtlichen und administrativen Schritte wurden im Fall Zeynep Varlı bisher unternommen?
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Gibt es einen Antrag auf eine erneute Erstellung des Sachverständigengutachtens?
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Wurde untersucht, ob es bei der Sicherung der Beweise zu Versäumnissen kam?
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Wurde eine Bewertung hinsichtlich der Nicht-Inhaftierung des Verdächtigen vorgenommen?
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Wie hoch ist die Zahl der Frauenmorde, verdächtigen Todesfälle und Vermisstenfälle von Frauen in Van in den letzten 10 Jahren?
Beispiele Şule Çet, Gülistan Doku und Rojin Kabaiş angeführt
In der Anfrage wurde zudem darauf hingewiesen, dass sich bei Ermittlungen in einigen Fällen, die zuvor als „Suizid“ eingestuft wurden, herausgestellt habe, dass die Frauen ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Während der Fall Şule Çet als wichtiges Beispiel hierfür genannt wurde, wurde festgehalten, dass auch in den Fällen von Gülistan Doku und Rojin Kabaiş die Diskussionen über die Ermittlungsverfahren andauern.
„Gibt es Bemühungen, Straflosigkeit zu verhindern?“
In der Anfrage wurde auch gefragt, ob es Bemühungen gebe, bei Ermittlungen zu Frauenmorden und verdächtigen Todesfällen von Frauen fachkundige Sachverständige, forensische Psychologen und unabhängige Rechtsmediziner einzusetzen.
Gülderen Varlı forderte zudem eine Erklärung darüber, ob das Ministerium einen speziellen Aktionsplan zur Verhinderung von Straflosigkeit, zur Durchführung wirksamer Ermittlungen und zur rechtzeitigen Sicherung von Beweisen vorbereitet habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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