Vergeltung gegen die Huthi im Roten Meer! US-Präsident Biden: Luftangriffe durchgeführt
US-Präsident Joe Biden gab bekannt, dass amerikanische und britische Streitkräfte als Vergeltung für die Angriffe im Roten Meer Ziele der Huthi im Jemen angegriffen haben.
US-Präsident Joe Biden hat eine schriftliche Erklärung zu den Luftangriffen abgegeben, die sich gegen die Huthi richteten, welche ihre Angriffe im Roten Meer fortsetzen.
Biden erklärte in seiner Stellungnahme: "Heute haben US-Streitkräfte auf meine Anweisung hin, gemeinsam mit Großbritannien und mit Unterstützung von Australien, Bahrain, Kanada und den Niederlanden, Luftangriffe auf Ziele durchgeführt, die von den Huthi-Rebellen im Jemen genutzt werden."
Biden betonte, dass die Angriffe eine direkte Vergeltung für die Aktionen der Huthi im Roten Meer seien, und merkte an, dass sie gemeinsam mit einer internationalen Koalition auf eine Reihe von Angriffen reagiert hätten, bei denen die Huthi zuletzt am 9. Januar direkt amerikanische Schiffe ins Visier genommen hatten.
"EINE KLARE BOTSCHAFT"
Biden verwies auf die von den USA geführte Seestreitmacht in der Region sowie auf die Haltung der internationalen Gemeinschaft gegenüber den Huthi und erinnerte an die Resolution des UN-Sicherheitsrates vom Vortag, die ein Ende der Angriffe der Huthi forderte.
"Diese Angriffe im Jemen sind eine klare Botschaft, dass die USA und ihre Verbündeten es nicht tolerieren werden, dass die Freiheit der Schifffahrt auf einer der kritischsten Handelsrouten der Welt gefährdet wird und unser Personal ins Visier gerät", so Biden, der betonte, dass er nicht zögern werde, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.
12 ZIELE GETROFFEN
Einige US-Beamte, die sich gegenüber amerikanischen Medien äußerten, berichteten, dass die Streitkräfte der USA und Großbritanniens mindestens 12 Ziele der Huthi getroffen hätten und die Angriffe mit Kampfflugzeugen sowie Tomahawk-Marschflugkörpern durchgeführt worden seien.
DETAILS ZUM ANGRIFF
Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte seinerseits, dass bei dem Angriff unbemannte Luftfahrzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper sowie Radar- und Überwachungskapazitäten der Huthi ins Visier genommen wurden.
Austin betonte, dass sich die USA das Recht vorbehalten, "bei Bedarf" weitere Angriffe gegen die Huthi im Jemen durchzuführen, und dass die Aufrechterhaltung des stabilen Schiffsverkehrs im Roten Meer ihre Priorität sei.
BEHAUPTUNGEN DES JEMEN
Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter, der in einem telefonischen Briefing über den Vorfall sprach, wies die Behauptung zurück, der Jemen habe ein Kampfflugzeug oder ein Kriegsschiff der USA oder Großbritanniens getroffen.
Der Beamte erklärte: "Wir haben bisher keine Reaktion von den Huthi gesehen."
DAS PROBLEM IM ROTEN MEER
Nach den Aktionen der Huthi im Jemen gegen Handelsschiffe als Reaktion auf die Angriffe Israels auf den Gazastreifen hatten zahlreiche Reedereien beschlossen, ihre Fahrten durch das Rote Meer einzustellen.
Das Pentagon hatte am 6. Dezember 2023 mitgeteilt, dass Gespräche zur Gründung einer internationalen "Seestreitkraft" gegen die Angriffe der Huthi-Kräfte auf Handelsschiffe im Roten Meer geführt würden, und am 18. Dezember die Bildung einer multinationalen Mission namens "Operation Prosperity Guardian" angekündigt.
Während die Angriffe der Huthi die Durchfahrten durch den Suezkanal gefährden – der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, die kürzeste Route zwischen Europa und Asien bietet und über den etwa 12 Prozent des Welthandels abgewickelt werden –, haben die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer und die aufeinanderfolgenden Entscheidungen der Unternehmen die Sorgen vor einer neuen "Lieferkettenkrise" in der Weltwirtschaft verstärkt.
Nachrichtenquelle: AA
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