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Vorstoß der DEM-Partei zum „Rahmengesetz“: Wir erwarten die Vorlage beim İmralı-Ausschuss in dieser Woche

Gülistan Kılıç äußerte sich bei einer Pressekonferenz im türkischen Parlament kritisch zum Entwurf eines „Rahmengesetzes“, das im Rahmen des Prozesses für eine „terrorfreie Türkei“ vorbereitet wird.

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Vorstoß der DEM-Partei zum „Rahmengesetz“: Wir erwarten die Vorlage beim İmralı-Ausschuss in dieser Woche

VORSTOSS DER DEM-PARTEI ZUM 'RAHMENGESETZ': "WIR ERWARTEN DIE VORLAGE BEIM İMRALI-AUSSCHUSS IN DIESER WOCHE"

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei für Gleichheit und Demokratie (DEM-Partei), Gülistan Kılıç Koçyiğit, äußerte sich bei einer Pressekonferenz im türkischen Parlament (TBMM) kritisch zum Entwurf eines „Rahmengesetzes“, das im Rahmen des Prozesses für eine „terrorfreie Türkei“ vorbereitet wird. Koçyiğit erklärte, man erwarte, dass der von den Strategen der AK-Partei ausgearbeitete Gesetzesentwurf noch in dieser Woche dem İmralı-Ausschuss vorgelegt werde, und sagte: „Es ist notwendig, dass der Gesetzesentwurf schnellstmöglich mit unserem İmralı-Ausschuss geteilt und zwingend mit Herrn Öcalan besprochen und diskutiert wird.“

Koçyiğit, die unter dem Dach des Parlaments die aktuelle Lage bewertete, übte scharfe Kritik an vielen Themen, von der rechtlichen Grundlage des laufenden Prozesses über die Kosten des in Ankara abgehaltenen NATO-Gipfels bis hin zur Situation politischer Gefangener in den Haftanstalten und der legislativen Arbeit des Parlaments.

"DRINGENDSTE NOTWENDIGKEIT: EIN UMFASSENDES RAHMENGESETZ"

Koçyiğit argumentierte, dass trotz eines Jahres seit der Waffenabgabe einer Gruppe von PKK-Mitgliedern keine notwendigen rechtlichen Schritte unternommen worden seien, und forderte die Schaffung rechtlicher Garantien, bevor das Parlament in die Sommerpause gehe:

Rechtliche Absicherung ist Voraussetzung: „Die dringendste Notwendigkeit ist die Verabschiedung eines umfassenden Rahmengesetzes, das alle Parteien des Prozesses absichert und den gesellschaftlichen Frieden auf eine rechtliche Grundlage stellt. Bevor das Parlament in die Pause geht, muss ein ganzheitliches Gesetz verabschiedet werden, das aus der Perspektive eines Übergangsrechts vorbereitet wurde.“

Politische Gefangene und Strafvollzugsregelung: Koçyiğit betonte, dass die Bedingungen in den Gefängnissen verbessert werden müssten, und forderte: „Die notwendigen gesetzlichen Regelungen zur Situation politischer Gefangener müssen schnell getroffen und Mechanismen geschaffen werden, die den Weg zur Teilhabe am demokratischen politischen Leben ebnen.“

Status von Öcalan: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei betonte, dass Abdullah Öcalan einer der Hauptakteure des Prozesses sei, und erklärte: „Der rechtliche Status von Herrn Öcalan muss im Einklang mit den Erfordernissen einer demokratischen Lösung neu geregelt werden; Kommunikations-, Besuchs- und freie Arbeitsbedingungen müssen garantiert werden.“

İmralı-Ausschuss wird diese Woche in Ankara Gespräche führen

Nach der Pressekonferenz beantwortete Koçyiğit Fragen von Journalisten und kündigte an, dass der İmralı-Ausschuss durch die in dieser Woche geführten Gespräche einen intensiven diplomatischen Verkehr pflegen werde:

„In dieser Woche wird unser Ausschuss sowohl mit den Strategen der AK-Partei als auch mit dem Parlamentspräsidenten und verschiedenen politischen Kreisen zahlreiche Gespräche führen. Sobald die Zeitpläne feststehen, werden wir dies der Öffentlichkeit mitteilen. Unsere Erwartung ist, dass die AK-Partei unserem Ausschuss den Gesetzesentwurf in dieser Woche detailliert und als schriftlichen Text übermittelt.“

Koçyiğit fügte hinzu, dass für ein gesünderes Voranschreiten des Prozesses die Teilnahme und der gemeinsame Konsens aller Oppositionsparteien, ob mit oder ohne Fraktion im Parlament, berücksichtigt werden müsse.

"Sie haben Ankara unter dem Vorwand des NATO-Gipfels mit Ausnahmezustand regiert"

Gülistan Kılıç Koçyiğit kritisierte zudem scharf die strengen Sicherheitsmaßnahmen und die Ausgaben, die aufgrund des NATO-Gipfels der Staats- und Regierungschefs, der letzte Woche in Ankara endete, in der Stadt umgesetzt wurden:

In ein offenes Gefängnis verwandelt: Koçyiğit behauptete, dass Ankara während des gesamten Gipfels praktisch unter Ausnahmezustandsbedingungen regiert wurde; sie kritisierte Menschenrechtsverletzungen, die Einkesselung von Abgeordneten und die Behinderungen im Kurtuluş-Park.

4 Milliarden Lira für Routenausgaben: Koçyiğit erklärte, dass etwa 4 Milliarden Lira für Protokollstraßen und Fassadenerneuerungen ausgegeben wurden, und reagierte auf die Budgetplanung mit den Worten: „Es geht nicht darum, dass man keine Dienstleistungen erbringen kann, sondern um eine Frage der Prioritäten. Allein für das Aufhängen von Werbetafeln wurden 181 Millionen Lira und für deren Abbau nach dem Gipfel 17 Millionen Lira an Ausschreibungen vergeben. Dieses Geld ist unser aller Geld.“


Nachrichtenquelle: 12punto