Vorwürfe wegen 'Benachteiligung' bei TOKİ-Auslosung im Parlament
Die Behauptung, dass Bewerbungen mit einer laufenden Nummer von über einer Million bei der Auslosung aus dem System ausgeschlossen wurden, hat zu Diskussionen über die Benachteiligung Tausender Menschen geführt.
Bei der Auslosung für das soziale Wohnungsbauprojekt der TOKİ in Istanbul hat die Behauptung, dass Bewerbungen mit einer laufenden Nummer von über einer Million aus dem System ausgeschlossen wurden, zu Diskussionen über die Benachteiligung Tausender Menschen geführt. Der CHP-Abgeordnete Hasan Öztürk hat zu diesem Thema eine parlamentarische Anfrage an das Ministerium gerichtet.
Die am 27. April im Atatürk-Flughafen-Volkspark durchgeführte Auslosung für das soziale Wohnungsbauprojekt „Mein erstes Zuhause“ in Istanbul wurde von einer technischen Störung überschattet. Bei der unter notarieller Aufsicht durchgeführten Ziehung wurde bekannt gegeben, dass in der Kategorie „Sonstige“, in der 577.564 Bewerbungen vorlagen, 22.714 Anspruchsberechtigte ermittelt wurden. Es fiel jedoch auf, dass unter den Ergebnissen kein einziger Name der 72.659 Bürger mit einer laufenden Nummer über einer Million auftauchte. Dies brachte die Vermutung auf, dass ein Fehler in der Software vorliegen könnte, der keine Nummern mit mehr als sechs Stellen verarbeiten kann.
''MATHEMATISCH ALS UNMÖGLICH EINGESTUFT''
Der CHP-Abgeordnete für Bursa, Hasan Öztürk, richtete eine schriftliche Anfrage an Minister Murat Kurum mit dem Verdacht, dass das System Bewerbungen nach der Nummer 999.999 nicht mehr erkannte und diese somit nicht an der Auslosung teilnahmen. Öztürk erklärte: 'Die Rechte der Bürger wurden verletzt. Das entstandene Bild ist statistisch gesehen so unwahrscheinlich, dass es kein Zufall sein kann.'

Öztürk verglich die Situation mit dem 4.200-maligen Werfen einer Münze, bei dem jedes Mal das gleiche Ergebnis erzielt wird. Zudem betonte Öztürk, dass auch KI-Analysen die Ergebnisse der Auslosung stark infrage stellten, und unterstrich, dass diese Wahrscheinlichkeit so gering sei wie ein 160 Wochen andauernder, ununterbrochener Sechser im Lotto.
Aufgrund dieses Problems bei der Ziehung der Anspruchsberechtigten wurde gefordert, die Kontingentverteilung der Kategorie „Sonstige“ in Istanbul für ungültig zu erklären und die Auslosung zu wiederholen. Zudem wurde verlangt, die Ziehungen in anderen Provinzen, in denen dasselbe System verwendet wurde, zu untersuchen und Ermittlungen gegen die Verantwortlichen einzuleiten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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