Vorwürfe über geheimen Handel zwischen der Türkei und Israel: 88 Schiffe nach Israel gefahren!
Der Journalist Metin Cihan hat Vorwürfe laut werden lassen, wonach die Türkei ihre Handelsbeziehungen zu Israel fortsetze und den Schiffsverkehr verschleiere. Mustafa Yeneroğlu, Vorsitzender für Recht und Justizpolitik der DEVA-Partei, reichte dazu eine parlamentarische Anfrage an den Handelsminister ein und erklärte, dass im letzten Monat 88 Schiffe von der Türkei nach Israel gefahren seien.
Trotz der Ankündigung der Türkei, den Handel mit Israel eingestellt zu haben, mehren sich die Vorwürfe, dass der Handel weiterhin stattfindet. Der Journalist Metin Cihan erklärte, dass die Handelsbeziehungen der Türkei zu Israel über Drittländer fortgesetzt würden.

Metin Cihan, der in seinen Beiträgen und Reden beharrlich betont, dass der Handel mit Israel andauert, sagte, dass der Schiffsverkehr verschleiert werde und täglich Frachtflugzeuge nach Israel flögen.

Zu dem den türkischen Diskurs erschütternden Thema des 'Schiffsverkehrs' reichte der Vorsitzende für Recht und Justizpolitik der DEVA-Partei, Mustafa Yeneroğlu, eine parlamentarische Anfrage ein.
In seiner Anfrage, die vom Handelsminister Ömer Bolat beantwortet werden soll, erklärte Yeneroğlu, dass sich im vergangenen Jahr herausgestellt habe, dass die Türkei ihren Handel mit Israel intensiv fortgesetzt habe, und dass dieser Umstand auch offiziell eingeräumt worden sei.

Yeneroğlu erinnerte daran, dass das Handelsministerium am 9. April 2024, etwa 6 Monate nach Beginn der Angriffe, der Öffentlichkeit mitgeteilt hatte, dass der Handel mit Israel für bestimmte Waren verboten und anschließend gestoppt worden sei. Er führte aus, dass bei einer Untersuchung der internationalen Schiffsverkehrsdaten von „Marinetraffic“ hervorgehe, dass im Rahmen des Schiffsverkehrs zwischen der Türkei und Israel im letzten Monat 88 Schiffe von der Türkei nach Israel gefahren seien und sich 4 Schiffe derzeit noch auf der Route befänden.
Yeneroğlu unterstrich, dass dieser Umstand die Vorwürfe stärke, wonach die Türkei ihren Handel mit Israel entgegen der offiziellen Rhetorik fortsetze.
Yeneroğlu stellte Minister Bolat die folgenden Fragen zur Beantwortung:
‚Wie ist der Schiffsverkehr zu erklären, obwohl der Handel mit Israel offiziell verboten ist?‘
Wie lässt sich dieser Schiffsverkehr erklären, obwohl der Handel zwischen der Türkei und Israel offiziell verboten wurde?
Wie ist unser Handel mit Palästina im Rahmen der Daten der türkischen Exporteursversammlung um 525 % gestiegen? Wie ist dieser Anstieg zu erklären?
Hat Palästina von der Türkei irgendeine Form von humanitärer Hilfe oder Exportgütern angefordert?
Welche Güter wurden in das von Krieg und Blockade betroffene Palästina geschickt?
Handelt es sich bei den Gütern, die vor dem Verbot unseres Handels mit Israel verschickt wurden, um dieselbe Art von Gütern wie bei den nach Palästina verschickten?
Wie hoch ist unser Exportvolumen mit Palästina für das Jahr 2023 im Vergleich zum Jahr 2024? Wie groß war die Differenz bei den Exporten im Handel zwischen der Türkei und Palästina in den letzten zwei Jahren? Falls ein Anstieg vorliegt, was ist der Grund dafür?
Wird Ihr Ministerium bezüglich der nach Palästina verschickten Güter und des Handels eine Erklärung abgeben?
‚Wird der Handel mit Israel über palästinensische Unternehmen abgewickelt?‘
Während die Untersuchung des internationalen Schiffsverkehrs via Marinetraffic zeigt, dass im letzten Monat 88 Schiffe von der Türkei nach Israel gefahren sind und sich 4 Schiffe noch auf der Route befinden, aus welchem Grund sind und fahren diese Schiffe nach Israel?
Welche Güter werden auf den besagten Schiffen transportiert?
Stimmen die Vorwürfe, dass die Dokumente der aus der Türkei auslaufenden Schiffe so ausgestellt werden, als würden die Güter nach Palästina gebracht, während sie in Wirklichkeit nach Israel geliefert werden?
Stimmen die Vorwürfe, dass in diesem Zusammenhang Provisionen an einige in Palästina ansässige Unternehmen gezahlt werden? Wird der Handel über diese palästinensischen Unternehmen abgewickelt?
Stimmen in gleicher Weise die Vorwürfe, dass die von der Türkei verschickten Güter über einige in Ländern wie Griechenland, Rumänien und Italien gegründete Unternehmen abgewickelt werden?
Stimmen zudem die Vorwürfe, dass das von Israel benötigte Erdöl und der Treibstoff von Aserbaidschan bereitgestellt werden und diese Stoffe über die Türkei transportiert und verschifft werden?
Was ist der Grund für den starken Anstieg des Außenhandels zwischen der Türkei und den oben genannten Ländern wie Palästina, Griechenland, Rumänien und Italien gemäß der auf den Daten des Handelsministeriums basierenden Außenhandelsstatistik?
Wird Ihr Ministerium zu den oben genannten Punkten eine detaillierte Erläuterung und Erklärung abgeben?
Nachrichtenquelle: 12punto
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