Weiterer Schock für Kılıçdaroğlu: Name aus Kulturzentrum entfernt
Im Bezirk Hacıbektaş in Nevşehir wurde beschlossen, den Namen von Kemal Kılıçdaroğlu von einem Kulturzentrum zu entfernen, das zuvor seinen Namen trug. Diese Entscheidung des Gemeinderats sorgte im Bezirk für Aufsehen.
Der Bezirk Hacıbektaş in Nevşehir, der neben seiner symbolischen Bedeutung für die alevitischen Bürger in den letzten Tagen durch eine wichtige lokale Entscheidung in den Schlagzeilen steht. Es wurde beschlossen, den Namen des Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılıçdaroğlu, von dem Kulturzentrum zu entfernen, das sich im Bezirk befindet, lange Zeit ungenutzt blieb und nach einer umfassenden Renovierung wieder in Betrieb genommen wurde.
In der heutigen Sitzung des Gemeinderats wurde der Vorschlag, den Namen von Kemal Kılıçdaroğlu vom Kulturzentrum zu tilgen, den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt. Während sich ein Mitglied enthielt und ein weiteres mit Nein stimmte, wurde die Namensänderung mit der Mehrheit der Stimmen angenommen. Es wurde bekannt, dass sich auch der Bürgermeister von Hacıbektaş, Ali Kaim, bei der Abstimmung enthielt.
Betrachtet man die Geschichte des Kulturzentrums, so wurde der Grundstein des Gebäudes während der Amtszeit des ehemaligen Bürgermeisters Ali Eğer gelegt; der Bau wurde mit einer Zeremonie begonnen, an der auch der verstorbene SHP-Vorsitzende Erdal İnönü und der ehemalige Kulturminister Fikri Sağlar teilnahmen. Das ursprünglich als Hacıbektaş-Amphitheater bekannte Gebäude wurde lange Zeit nicht genutzt und 2014 nach Renovierungsarbeiten unter der Leitung des Bürgermeisters von Bakırköy, Bülent Kerimoğlu, wieder in Betrieb genommen. Mit einem Gemeinderatsbeschluss unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Ali Rıza Selmanpakoğlu wurde das Zentrum überraschend in „Kemal-Kılıçdaroğlu-Kulturzentrum“ umbenannt.
Der CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu hatte bei der Eröffnungsfeier jedoch offen zum Ausdruck gebracht, dass er der Vergabe seines Namens an das Zentrum nicht sehr positiv gegenüberstand. In seiner damaligen Rede sagte er: „Dass mein Name dem Kulturzentrum gegeben wurde, könnte gegen mich verwendet werden; man könnte dies falsch interpretieren und denken, es sei auf meinen Wunsch hin geschehen. Dabei habe ich so etwas nicht gewollt. Ich danke Ihnen, Sie haben es für angemessen gehalten, aber ich würde mich freuen, wenn Sie den Namen ändern könnten.“ Mit diesen Worten hatte er darum gebeten, seinen Namen nicht zu verwenden.
Damals wurde diesem Wunsch im Gemeinderat jedoch nicht entsprochen und keine Namensänderung vorgenommen. Dass nun, auch unter dem Einfluss der Diskussionen in der Parteizentrale, die vor Jahren abgelehnte Forderung umgesetzt wurde, sorgt für Aufmerksamkeit.
Nachrichtenquelle: 12punto
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