Weiteres Verbot in einer Provinz vor dem NATO-Gipfel
Vor dem 36. NATO-Gipfel, der am 7. und 8. Juli in Ankara stattfinden wird, weiten sich die Protestverbote aus. Nach Ankara, Karabük, Mersin und Eskişehir hat nun auch das Gouverneursamt von Niğde ein zehntägiges Demonstrationsverbot erlassen. Zudem wurden Beschränkungen für die Ein- und Ausreise in die Stadt für Protestzwecke eingeführt.
Im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen, die von den Gouverneursämtern vor dem 36. NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli in Ankara ergriffen wurden, ist eine weitere Verbotsentscheidung hinzugekommen. Nach den Demonstrationsverboten in Ankara, Karabük, Mersin und Eskişehir hat nun auch das Gouverneursamt von Niğde ein zehntägiges Protest- und Versammlungsverbot für das gesamte Provinzgebiet erlassen.
In der Erklärung des Gouverneursamtes wurde mitgeteilt, dass die Entscheidung gemäß den Artikeln 17 und 19 des Gesetzes über Versammlungen und Demonstrationszüge Nr. 2911 sowie Artikel 11 des Provinzverwaltungsgesetzes Nr. 5442 getroffen wurde.
NACH VIER PROVINZEN NUN AUCH IN NIĞDE IN KRAFT
Nachdem das Gouverneursamt von Ankara vor dem Gipfel Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hatte, kündigten auch die Gouverneursämter von Karabük, Mersin und Eskişehir ähnliche Entscheidungen an.
In Karabük gilt das Verbot vom 1. bis zum 10. Juli. In Mersin umfasst das Verbot den Zeitraum vom 2. bis zum 10. Juli, während in Eskişehir vom 1. bis zum 10. Juli keinerlei Demonstrationen oder Veranstaltungen gestattet sind.
Zuletzt gab das Gouverneursamt von Niğde bekannt, dass vom Mittwoch, dem 1. Juli 2026, um 08.00 Uhr bis Freitag, dem 10. Juli 2026, um 23.59 Uhr alle Protestaktionen und Veranstaltungen in der gesamten Provinz untersagt sind.
ZAHLREICHE AKTIVITÄTEN VOM VERBOT BETROFFEN
Laut der Erklärung des Gouverneursamtes von Niğde sind in allen Zuständigkeitsbereichen von Polizei und Gendarmerie Märsche, Versammlungen in offenen und geschlossenen Räumen, Presseerklärungen, Sitzstreiks, das Aufstellen von Ständen, Unterschriftenaktionen, das Aufhängen von Transparenten, das Errichten von Zelten, das Entzünden von Fackeln, das Verteilen von Flugblättern und Broschüren sowie alle ähnlichen Aktionen und Veranstaltungen, die darauf abzielen, gegen den 36. NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs zu protestieren, verboten.
In der Erklärung wurde betont, dass diese Entscheidung zum Schutz der nationalen Sicherheit und der öffentlichen Ordnung, zur Gewährleistung der Sicherheit von Leben und Eigentum der Bürger sowie zur Verhinderung provokativer Aktionen und möglicher illegaler Aktivitäten getroffen wurde.
BESCHRÄNKUNGEN AUCH FÜR EIN- UND AUSREISEN
Das Gouverneursamt teilte zudem mit, dass die Ein- und Ausreise von Personen und Fahrzeugen, die nach Niğde kommen wollen, um an den verbotenen Aktionen und Veranstaltungen teilzunehmen oder diese zu unterstützen, im selben Zeitraum vorübergehend untersagt ist.
Nachrichtenquelle: İHA
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