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Welchen Platz belegt die Türkei im Korruptionswahrnehmungsindex?

Laut dem Korruptionswahrnehmungsindex 2025 hat die Türkei durch Punktverluste innerhalb eines Jahres 17 Plätze verloren und ist auf Rang 124 abgerutscht.

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Welchen Platz belegt die Türkei im Korruptionswahrnehmungsindex?

Der von Transparency International erstellte Korruptionswahrnehmungsindex 2025 zeichnet ein negatives Bild der Korruptionswahrnehmung im öffentlichen Sektor der Türkei. Dem Bericht zufolge verlor die Türkei 3 Punkte gegenüber den 34 Punkten des Vorjahres, fiel auf 31 Punkte zurück und belegt nun den 124. Platz. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Türkei im Index um 17 Ränge gefallen.

In dem Index, in dem 182 Länder nach ihrem Korruptionsniveau im öffentlichen Sektor eingestuft werden, steht 0 für ein Umfeld mit höchster Korruption und 100 für eine saubere öffentliche Verwaltung. Die Türkei, die 2024 noch auf Platz 107 lag, befindet sich in diesem Jahr auf Platz 124 und liegt damit gleichauf mit Dschibuti, der Mongolei, Niger und Usbekistan.

Im Bericht wird bei der Analyse der letzten 10 Jahre darauf hingewiesen, dass die Punktzahl der Türkei, die 2013 noch bei 50 lag, bis 2025 auf 31 gesunken ist, was einem Gesamtrückgang von 19 Punkten entspricht. Die Türkei verzeichnete 2014 (45 Punkte), 2015 (42 Punkte) und in den Folgejahren kontinuierliche Punktverluste und rutschte in der Rangliste ab. Nachdem die Türkei 2020 40, 2021 38 und 2022 36 Punkte erreicht hatte, verlangsamte sich dieser Abwärtstrend 2023 und 2024 zwar, doch 2025 setzte sich der Negativtrend fort.

Den Erläuterungen zum Index zufolge verzeichneten neben der Türkei auch andere Länder wie Ungarn und Nicaragua einen bemerkenswerten Punktverlust. In der Analyse von Transparency International heißt es: "Dieses Bild deutet auf eine über ein Jahrzehnt andauernde strukturelle Schwächung der Mechanismen zur Wahrung der Integrität hin, die durch demokratischen Rückschritt, Konflikte, institutionelle Fragilität und etablierte Patronagenetzwerke genährt wird." Der Bericht betont, dass sich solche negativen Entwicklungen verfestigt haben und systematisch auf die politischen und administrativen Strukturen durchschlagen.

Andererseits ist die Türkei im Vergleich zum Vorjahr hinter viele Länder zurückgefallen, mit Ausnahme von Ägypten. Togo, die Philippinen, El Salvador, Angola, Ecuador, Laos und Sri Lanka haben die Türkei in diesem Jahr überholt, während Brasilien und Malawi, die zuvor punktgleich waren, 2025 an der Türkei vorbeigezogen sind. Die Mongolei, Dschibuti und Usbekistan haben mit ihren erreichten Punktzahlen das Niveau der Türkei erreicht.

BESORGNISERREGENDER RÜCKGANG IN DEMOKRATIEN

In den Erklärungen von Transparency International wird darauf hingewiesen, dass nicht nur in Autokratien, sondern auch in Demokratien eine deutliche Schwächung der Leistung bei der Korruptionsbekämpfung zu beobachten ist. Auch in westlichen Demokratien wie den USA, Kanada, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und Frankreich sind deutliche Punktverluste zu verzeichnen. Die USA erreichten mit 64 Punkten den niedrigsten Stand ihrer Geschichte, wobei erklärt wurde, dass negative Entwicklungen im politischen Klima die Korruptionswahrnehmung verstärkt hätten.

Den Ergebnissen zufolge sind die fünf Länder mit der saubersten öffentlichen Verwaltung weltweit Dänemark (89), Finnland (88), Singapur (84), Neuseeland (81) und Norwegen (81). Die Zahl der Länder, die die 80-Punkte-Marke überschreiten, ist im letzten Jahrzehnt deutlich zurückgegangen. Schweden und die Schweiz liegen mit 80 Punkten, Luxemburg und die Niederlande mit 78 Punkten sowie Deutschland und Island mit 77 Punkten auf den vorderen Plätzen.

Zudem wird unterstrichen, dass die Länder mit hohen Punktzahlen in der Liste nicht völlig frei von Korruption sind. Es wird festgehalten, dass Finanzzentren wie die Schweiz und Singapur internationaler Kritik hinsichtlich der Zirkulation von Schwarzgeld ausgesetzt sind.

"Einige Regierungen sehen die Korruptionsbekämpfung nicht mehr als Priorität an", erklärte der Vorstandsvorsitzende von Transparency International, François Valerian, und fügte hinzu: "Regierungen könnten dem Irrtum erliegen, dass sie bereits alles Notwendige zur Korruptionsbekämpfung getan haben und sich nun anderen Prioritäten zuwenden sollten."

Am unteren Ende der Liste finden sich vor allem Länder, die unter Konflikten leiden und von repressiven Regimen geführt werden. Libyen, Jemen und Eritrea verharren bei 13 Punkten, während Somalia und der Südsudan mit 9 Punkten ihre Plätze am Ende der Liste verteidigen.

Andererseits sind einige Länder wie Albanien, Angola, die Elfenbeinküste, Laos, Senegal, die Ukraine und Usbekistan in den letzten Jahren in der Rangliste aufgestiegen. Estland, Südkorea, Bhutan und die Seychellen zeichnen sich ebenfalls als Länder aus, die langfristig positive Fortschritte erzielt haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tatsache, dass mehr als zwei Drittel der Welt unter 50 Punkten bleiben, die Botschaft vermittelt, dass auf globaler Ebene größere Anstrengungen zur Korruptionsbekämpfung erforderlich sind.


Nachrichtenquelle: 12punto