WHO-Plan für globale Reaktion auf Mpox-Virus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen globalen strategischen Reaktionsplan gegen das Mpox-Virus vorgestellt. Im Rahmen dieses Plans wird für den Zeitraum von September 2024 bis Februar 2025 ein Finanzbedarf von 135 Millionen US-Dollar angegeben, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine schriftliche Erklärung zu ihrem globalen strategischen Vorbereitungs- und Reaktionsplan veröffentlicht, der darauf abzielt, das Mpox-Virus unter Kontrolle zu bringen. Die WHO rief ihre Mitgliedstaaten und Partner dazu auf, sich zu mobilisieren, um die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus umzusetzen.
In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass die WHO-Mitgliedstaaten am 23. August über den aktuellen Plan informiert wurden. Dieser Plan wurde erstellt, nachdem die WHO am 14. August das Mpox-Virus zu einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" erklärt hatte.
Im Rahmen des Plans wurde für den sechsmonatigen Zeitraum von September 2024 bis Februar 2025 ein Finanzbedarf von 135 Millionen US-Dollar für die Reaktion der WHO und ihrer Partner auf das Virus veranschlagt. In diesem Zusammenhang kündigte die WHO an, in Kürze einen Spendenaufruf zu starten.
Der von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus entwickelte Plan basiert auf der Umsetzung umfassender Strategien zur Überwachung, Prävention, Vorbereitung und Reaktion. Zu den wichtigen Bestandteilen des Plans gehören zudem die Förderung der Forschung zum Virus, die Sicherstellung eines gleichberechtigten Zugangs zu Tests und Impfstoffen sowie die Minimierung der Übertragung vom Tier auf den Menschen.

In der Erklärung wurde betont, dass gezielte Impfbemühungen insbesondere bei den Personen mit dem höchsten Risiko angewendet werden sollen, um Infektionsketten zu unterbrechen. Zu diesen Personen zählen enge Kontaktpersonen der jüngsten Fälle sowie medizinisches Personal.
Die WHO erklärte, dass sie zur Koordinierung der globalen Reaktions- und Vorbereitungsprozesse mit einem breiten Spektrum an Partnern auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene zusammenarbeiten werde.
'AUSBRUCH KANN KONTROLLIERT WERDEN'
In der Erklärung äußerte sich WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus wie folgt: "Die Mpox-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und den Nachbarländern können kontrolliert und gestoppt werden." Ghebreyesus betonte, dass für die Eindämmung des Ausbruchs ein umfassender und koordinierter Aktionsplan zwischen internationalen Organisationen, nationalen und lokalen Partnern, Nichtregierungsorganisationen, Forschern und den WHO-Mitgliedstaaten erforderlich sei.
WAS IST DAS MPOX-VIRUS?
Das Mpox-Virus wird von Nagetieren wie Mäusen und Eichhörnchen oder von infizierten Personen übertragen. Das Virus verbreitet sich durch Kontakt mit Hautausschlägen, die Nutzung infizierter Gegenstände und den Kontakt mit Körperflüssigkeiten.
Die ersten Symptome können 5 bis 21 Tage nach der Infektion auftreten; die Krankheit äußert sich meist durch hohes Fieber, Kopfschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Bläschen auf der Haut, die denen von Windpocken ähneln.
Die WHO hatte 2022 bekannt gegeben, dass sie den Namen der Krankheit von "Affenpocken" (Monkeypox) in "Mpox" geändert hat. Obwohl es keine spezifische Behandlung für die Krankheit gibt, wird sie mit antiviralen Medikamenten behandelt, und die meisten Fälle verlaufen mild.
Nachrichtenquelle: 12punto
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