Wieder kein Haftbefehl per Interpol für seit 460 Tagen flüchtige Angeklagte!
Der fünfte Verhandlungstag im Prozess um das Ezgi-Apartment, das für 35 Menschen zum Grab wurde, hat stattgefunden. Der Antrag auf einen internationalen Haftbefehl (Red Notice) gegen die Eigentümer der Kervan-Konditorei, Sami Kervancıoğlu und Mustafa Pekel, die seit 460 Tagen flüchtig sind und denen wegen „vorsätzlicher Tötung und Verletzung durch billigende Inkaufnahme“ jeweils bis zu 876 Jahre und 6 Monate Haft drohen, wurde erneut abgelehnt.
Am fünften Verhandlungstag im Prozess um das Ezgi-Apartment, das bei den Erdbeben mit Zentrum in Kahramanmaraş am 6. Februar 2023 für 35 Menschen zum Grab wurde, wurde über den Fall beraten. In der heutigen Verhandlung vor dem 4. Schwurgericht von Kahramanmaraş wurde entschieden, dass der inhaftierte Angeklagte Ertan Danacı weiterhin in Untersuchungshaft bleibt.
Wie İsmail Arı von Birgün berichtet, traf das Gericht in der Verhandlung eine skandalöse Entscheidung. Der Antrag auf einen internationalen Haftbefehl gegen die Eigentümer der Kervan-Konditorei, Sami Kervancıoğlu und Mustafa Pekel, die seit 460 Tagen flüchtig sind und gegen die eine Anklageschrift mit einer Forderung von jeweils bis zu 876 Jahren und 6 Monaten Haft wegen „vorsätzlicher Tötung und Verletzung durch billigende Inkaufnahme“ vorliegt, wurde abgelehnt.
Das Gericht beschloss erneut, lediglich den Status der bestehenden Haftbefehle abzufragen.
Der sechste Verhandlungstag findet am 4. April 2025 statt.
SEIT 460 TAGEN AUF DER FLUCHT!
Sami Kervancıoğlu und Mustafa Pekel, gegen die wegen „vorsätzlicher Tötung und Verletzung durch billigende Inkaufnahme“ eine Anklageschrift mit einer Forderung von jeweils bis zu 876 Jahren und 6 Monaten Haft vorliegt, sind an ihren gemeldeten Adressen nicht auffindbar. Dass Prof. Dr. Ersan Şen die Verteidigung der seit 460 Tagen flüchtigen Angeklagten übernommen hat, sorgte in der Öffentlichkeit zudem für Empörung.
SIE VERKAUFTEN DEM STAAT EIS!
Die Sozialversicherungsanstalt (SGK), die dem Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit untersteht, hatte am 30. April 2024 von der „Alpedo Gıda Sanayi Ve Ticaret Anonim Şirketi“, die sich im Besitz der flüchtigen Angeklagten Kervancıoğlu und Pekel befindet, 40.000 Stück Maraş-Eis mit halbem Fettgehalt gekauft. Durch den im Direktvergabeverfahren getätigten Kauf wurden exakt 460.000 TL aus der Kasse der Institution an die Firma Alpedo gezahlt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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