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Zweiseitiger Brief deckt sexuellen Missbrauch auf: 12-Jährige vertraute sich ihrer Lehrerin an

In Zonguldak kam durch einen zweiseitigen Brief, den eine 12-Jährige ihrer Lehrerin übergab, ans Licht, dass sie über 6 Jahre hinweg von ihrem Onkel sexuell missbraucht wurde. Der festgenommene Onkel wurde unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Zweiseitiger Brief deckt sexuellen Missbrauch auf: 12-Jährige vertraute sich ihrer Lehrerin an

Im Bezirk Karadeniz Ereğli wandte sich die 12-jährige M.D. an ihre Vertrauenslehrerin und erklärte, dass sie über die Geschehnisse sprechen wolle. Die Lehrerin bat M.D. daraufhin, die Vorfälle handschriftlich niederzuschreiben.

Nachdem die Lehrerin von den Erlebnissen des Kindes erfahren hatte, begab sie sich zur örtlichen Polizeidienststelle und informierte die Beamten. Als die Familie nach einem Anruf der Polizei von den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs erfuhr, stand sie unter Schock.

Der Onkel K.K. wurde aufgrund der Anschuldigungen in Istanbul festgenommen. Vor der zuständigen Staatsanwaltschaft wies K.K. die Vorwürfe zurück. Er wurde unter gerichtlichen Auflagen freigelassen. Wie bekannt wurde, wurde das Arbeitsverhältnis von K.K. gekündigt, nachdem die Familie die Schulleitung über den Vorfall informiert hatte.

Der Vater des Mädchens, V.D., sagte: „Dass wir von diesem Vorfall erfahren haben, verdanken wir unserer Vertrauenslehrerin. Unsere Tochter ging neulich in der Schule direkt zu ihrer Lehrerin. Die Lehrerin bat meine Tochter, die Geschehnisse, die sie erlebt hat, in ihrer eigenen Handschrift auf zwei Seiten detailliert aufzuschreiben. Das hat unsere Tochter dann auch getan. Mit diesen Aussagen in der Hand ging die Lehrerin zur Polizeistation in Karadeniz Ereğli und schilderte den Sachverhalt.“

V.D. erklärte, dass sie erst durch den Anruf der Polizei von der Situation erfahren hätten: „Sie sagte, dass sie seit ihrem achten Lebensjahr von ihrem Onkel missbraucht wurde. Im ersten Moment konnte ich gar nicht begreifen, was passiert war. Ich habe noch einmal nachgefragt. Die Vertrauenslehrerin hat mich umfassend aufgeklärt“, so der Vater.

„ES HAT UNS ANFANGS DEN VERSTAND RAUBEN LASSEN“

V.D. betonte, dass sie sich niemals hätten vorstellen können, dass K.K., der bei ihnen zu Gast war, zu so etwas fähig wäre: „Von so etwas bei einer Person zu hören, die ständig bei uns ein- und ausgeht, hat uns anfangs den Verstand rauben lassen. Nachdem meine Frau und ich gelesen hatten, was unsere Tochter geschrieben hatte, waren wir wie gelähmt“, äußerte er.

V.D. berichtete weiter, dass seine 12-jährige Tochter M.D. ihre Aussage in Anwesenheit von Experten gemacht habe: „Der Staatsanwalt hat die Aussage nach der ersten Aufnahme noch einmal wiederholt, um sicherzugehen, dass keine Fragen offen bleiben. Er beantragte die Verhaftung. Doch wie wir sehen, wurde diese Person in Istanbul unter gerichtlichen Auflagen und mit einem Ausreiseverbot wieder freigelassen. Wir haben sofort Einspruch eingelegt.“

„MAN SCHÖPFT KEINEN VERDACHT, WEIL MAN ES SICH NICHT VORSTELLEN KANN“

Der Vater V.D. erklärte, er habe aus den Aussagen erfahren, dass seine Tochter M.D. von ihrem Onkel K.K. in ein Waldgebiet gebracht worden sei: „In Alaplı, in der Nähe des Industriegebiets, gibt es wohl ein bewaldetes Dickicht. Sie sagt, er habe sie zu den genannten Daten dorthin gebracht. Meine Frau und ich waren arbeiten. Unsere Kinder blieben bei der Großmutter. Dieser Mann kam ständig aus Istanbul zu Besuch. Da die Kinder bei der Großmutter waren, war es für ihn sehr einfach, sich ihnen zu nähern. Er konnte sie mit in Einkaufszentren nehmen. Man schöpft keinen Verdacht, weil es ein Familienmitglied ist. Jemand, mit dem man ständig zusammensitzt, isst, trinkt und unterwegs ist. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, man schöpft keinen Verdacht – aber woher soll man wissen, dass ein Mensch so einen verdorbenen Charakter hat?“, sagte er.

„ER KONNTE SEIN SPIEL TREIBEN, WIE ER WOLLTE“

V.D. erzählte, dass die Familie im vergangenen Jahr anlässlich einer Beerdigung zusammengekommen sei: „Das Kind sagt, dass er sie sogar während der Zeit der Beerdigung dorthin mitgenommen hat. Mein Kind könnte nicht so detaillierte Daten nennen. Er konnte sein Spiel treiben, wie er wollte. Denn er war frei und konnte sich ungehindert bewegen. Auch Leute in seinem Umfeld wussten offenbar, dass er ein Kinderschänder ist, haben aber geschwiegen“, kritisierte er.

V.D. behauptete zudem, dass vor seiner Tochter M.D. auch andere nahe Verwandte, die 23-jährige K.D. und ihre 25-jährige Schwester I.A., Opfer von K.K. geworden seien: „Sie leben derzeit in Gebze. Obwohl dieser Vorfall bekannt war, kam er jahrelang nicht ans Licht. Warum man das nicht wollte, wissen sie selbst am besten. Denn meine Frau und ich wussten nichts davon. Aber außer uns wussten es wohl einige Leute“, sagte er.

„ICH WILL, DASS ER VERHAFTET WIRD“

V.D. forderte die Verhaftung von K.K.: „Ich will, dass er bis zum Ende in Haft bleibt. Ich bin kein Staatsanwalt, kein Richter. Ich weiß nicht, welche Strafe verhängt wird. Wenn man den Leuten davon erzählt, klingt es wie eine Geschichte. Das Vertrauen in die Menschen ist völlig zerstört“, so der Vater.


Nachrichtenquelle: İHA

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