Erdoğan war bei der Unterzeichnungszeremonie dabei: Automobilriese legt Fabrikpläne in der Türkei auf Eis
BYD, eine der führenden Marken im Bereich der Elektrofahrzeuge, hat die geplante Fabrik in der Türkei auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, um ihre strategischen Ziele in Europa zu verfolgen. An der Unterzeichnungszeremonie mit BYD am 8. Juli 2024 nahmen auch der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan sowie der Minister für Industrie und Technologie, Mehmet Fatih Kacır, teil. Das Ministerium hatte die Vereinbarung damals unter der Überschrift „Investitionsentscheidung eines Weltkonzerns für die Türkei“ bekannt gegeben.
Der chinesische Fahrzeughersteller BYD hatte im vergangenen Jahr eine offizielle Vereinbarung zum Bau einer Fabrik in Manisa mit einem Investitionsvolumen von rund 1 Milliarde US-Dollar unterzeichnet. Die hochrangige Managerin des Unternehmens, Stella Li, erklärte jedoch, dass die Prioritäten nun auf Investitions- und Produktionsmöglichkeiten innerhalb der Europäischen Union verlagert wurden.
In einer Erklärung in London sagte BYD-Vizepräsidentin Stella Li: „Unsere derzeitige Priorität als Unternehmen sind unsere Investitionen auf dem ungarischen Markt. Unser zweiter Fokus liegt darauf, einen geeigneten Standort für ein zweites Werk zu finden, in dem wir europaweit produzieren können.“ Li gab an, dass für das Werk in der Türkei kein klarer Zeitplan festgelegt sei und das Projekt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wurde.

Die am 8. Juli 2024 mit der türkischen Regierung unterzeichnete Vereinbarung sah den Bau einer riesigen Produktionsstätte mit einer jährlichen Kapazität von 150.000 Fahrzeugen vor. Bisher wurden jedoch vor Ort weder Ansiedlungs- noch Bauarbeiten begonnen.
Die Unterschriften unter das Abkommen wurden vom AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dem Minister für Industrie und Technologie Mehmet Fatih Kacır und dem BYD-Vorstandsvorsitzenden Wang Chuanfu im Arbeitsbüro des Präsidenten im Dolmabahçe-Palast geleistet.

Das Ministerium für Industrie und Technologie hatte die besagte Vereinbarung auf seiner offiziellen Website unter der Überschrift „Investitionsentscheidung eines Weltkonzerns für die Türkei“ angekündigt.

Das Unternehmen strebt an, seine Produktionsstätten direkt auf europäischen Boden zu verlagern, da die Europäische Union die Zölle auf Elektrofahrzeuge chinesischer Herkunft erhöht hat. In diesem Zusammenhang ist geplant, die Montagelinien der BYD-Fabrik im ungarischen Szeged im letzten Quartal dieses Jahres in Betrieb zu nehmen.
Darüber hinaus prüft das BYD-Management nicht nur den Bau neuer Fabriken, sondern auch den Erwerb stillgelegter europäischer Werke großer Automobilhersteller wie Stellantis und Volkswagen. Bei dieser Suche stehen derzeit vor allem bestehende Anlagen in Italien und Frankreich im Fokus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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