Im vom Bildungsministerium zusammengefassten PISA-2022-Bericht wurde das Ernährungsproblem der Schüler in der Türkei ignoriert
Das Ministerium für Nationale Bildung (MEB) hat den 491-seitigen PISA-2022-Bericht der OECD auf 191 Seiten zusammengefasst. In dem Bericht wurde die Angabe, dass „in der Türkei 19 von 100 Schülern einmal pro Woche hungrig zum Unterricht erscheinen“, nicht berücksichtigt.
In der Zusammenfassung des 491-seitigen PISA-Berichts durch das Ministerium für Nationale Bildung (MEB) wurde die Angabe „In der Türkei erscheinen 19 von 100 Schülern einmal pro Woche hungrig zum Unterricht“ nicht berücksichtigt.
700.000 Schüler aus 81 Ländern, die 29 Millionen Schüler repräsentieren, wurden von PISA bewertet. Der PISA-2022-Bericht, der mathematische, naturwissenschaftliche und Lesekompetenzen misst, wurde veröffentlicht. Obwohl das MEB erklärte, dass die Türkei ihre Punktzahl verbessert habe, blieb das Land in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen unter dem OECD-Durchschnitt. Das Ministerium für Nationale Bildung fasste den 491-seitigen OECD-PISA-Bericht auf 191 Seiten zusammen. In der Zusammenfassung waren die bemerkenswerten Aussagen des Berichts nicht enthalten.
In einem Bericht von Sultan Uçak in der Zeitung Sözcü wird darauf hingewiesen, dass die türkische Übersetzung der Worte von Andreas Schleicher, dem OECD-Direktor für Bildung und PISA-Kompetenzen, der sagte: „Das Ziel von PISA ist es, Schulen und Politikern zu helfen und sicherzustellen, dass Politiker fundierte Entscheidungen treffen können“, unvollständig ist. In dem nicht veröffentlichten Teil des PISA-2022-Berichts forderte Schleicher die Regierungen dazu auf, ihre Bildungssysteme zu unterstützen und Lernschwierigkeiten zu bewältigen.
In dem Abschnitt mit dem Titel „Sind sie zu hungrig zum Lernen?“ stellte Schleicher fest, dass 8 Prozent der Schüler in OECD-Ländern innerhalb von 30 Tagen an mindestens einem Tag pro Woche nichts essen konnten, weil sie kein Geld für Lebensmittel hatten. Er wies darauf hin, dass dieser Anteil in der Türkei bei 19 Prozent liege, und erklärte, dass eine kostenlose Mittagsverpflegung an Schulen dazu beitragen könnte, dass mehr Kinder am Unterricht teilnehmen.
In dem vom Ministerium für Nationale Bildung veröffentlichten zusammenfassenden Bericht waren diese wichtigen Aussagen nicht enthalten.
Das Ministerium hat zu diesem Thema keine Stellungnahme abgegeben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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