Neue Ära in der Bildung: „Schule ohne Klingel“ startet
Das Bildungsministerium führt im Schuljahr 2025-2026 das Konzept der „Schule ohne Klingel“ ein, um das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken.
Gemäß einem vom Bildungsminister Yusuf Tekin veröffentlichten Rundschreiben beginnt das neue Schuljahr am 8. September. Dieses Jahr wurde per Dekret von Präsident Recep Tayyip Erdoğan zum „Jahr der Familie“ erklärt. In diesem Rahmen gehören der Schutz und die Stärkung der Familienstruktur sowie die Förderung der gemeinsamen Zeit von Kindern mit ihren Familien zu den vorrangigen Zielen.
JAHR DER FAMILIE UND NEUE MASSNAHMEN IN DER BILDUNG
Dem Rundschreiben zufolge werden Veranstaltungen und Projekte passend zum Thema „Jahr der Familie“ organisiert. Schülerclubs und andere Bildungsaktivitäten werden entsprechend ausgerichtet. In der ersten Woche des Schuljahres finden Sensibilisierungsschulungen unter dem Motto „Das grüne Vaterland gegen Waldbrände schützen“ statt.
In der neuen Bildungsperiode wird die effektive Nutzung von Schulbibliotheken gefördert, um bei den Schülern die Lesegewohnheit zu stärken. Zudem soll der Fortbestand von Schulen in Gebieten mit sinkenden Schülerzahlen, wie etwa in Dorfschulen, sichergestellt werden. Die saubere und ordentliche Nutzung von Büchern wird gefördert, und im Rahmen des „Zero Waste“-Projekts werden Maßnahmen für die Rückgabe der Bücher am Jahresende getroffen.
WEITERE REGELUNGEN IM BILDUNGSWESEN
Um Schüler vor digitaler Abhängigkeit zu schützen, wird das Verbot von Mobiltelefonen in den Klassenzimmern fortgesetzt. Zudem sollen Abschlussfeiern so geplant werden, dass sie für die Eltern keine finanzielle Belastung darstellen.
Das Bildungsministerium zielt mit der „Schule ohne Klingel“-Praxis darauf ab, dass Schüler ihre Eigenverantwortung weiterentwickeln. In Situationen, in denen ein Signal erforderlich ist, wird die Lautstärke so angepasst, dass die Umgebung nicht gestört wird, und es werden festgelegte Signaltöne verwendet.
Um das Interesse der Schüler an Wissenschaft, Kultur, Kunst und Sport zu entdecken und zu fördern, werden schulinterne und -externe Aktivitäten organisiert. Zudem werden die Veranstaltungen zur Atatürk-Woche aufgrund der Überschneidung mit den ersten Herbstferien eine Woche früher stattfinden.
Mit diesen neuen Regelungen soll die Chancengleichheit in der Bildung gewährleistet und die vielseitige Entwicklung der Schüler unterstützt werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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