Signal für Veränderungen am 4+4+4-System durch das Bildungsministerium
Die Zukunft der zwölfjährigen Schulpflicht in der Türkei steht erneut zur Debatte. Der stellvertretende Minister für nationale Bildung, Dr. Ömer Faruk Yelkenci, gab ein Signal für Veränderungen am letzten Abschnitt des Systems und erklärte: „Es besteht Konsens darüber, dass es ein Problem mit den letzten vier Jahren des 4+4+4-Systems gibt.“ Pädagogen diskutierten unterdessen darüber, wie das Konzept der Schulpflicht gestaltet werden sollte.
Die Diskussionen über die Zukunft des zwölfjährigen Schulpflichtsystems in der Türkei wurden durch einen neu organisierten Workshop wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Bei der unter der Leitung von Enstitü Sosyal durchgeführten Veranstaltung fand ein Gedankenaustausch rund um die Frage „Es sollte nicht verpflichtend sein, aber wie sollte es sein?“ statt. Im Rahmen des Workshops mit dem Titel „Die Transformation der gymnasialen Bildung in der Türkei“ wurde die Struktur des aktuellen Systems der Sekundarstufe analysiert und erörtert, wie ein grundlegender Visionswechsel möglich sein könnte.
Laut einem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye Gazetesi nahmen Vertreter des Ministeriums für nationale Bildung, Akademiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Bildungsforscher, Experten für Bildungsmanagement, Lehrer und Schulleiter an dem Workshop teil.
Die Eröffnungsrede der Veranstaltung wurde vom stellvertretenden Minister für nationale Bildung, Dr. Ömer Faruk Yelkenci, gehalten. Yelkenci äußerte sich in seiner Rede zum bestehenden 4+4+4-Bildungssystem. Es wurde zum Ausdruck gebracht, dass sich die Kritik insbesondere auf die letzten vier Jahre des Systems konzentriert.
Yelkenci äußerte sich dazu wie folgt:
„Dass bezüglich der letzten vier Jahre des 4+4+4-Systems gehandelt werden muss, wird in letzter Zeit von vielen Seiten geäußert. Es besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass es an diesem Punkt ein Problem gibt. Wir müssen dieses Thema jedoch äußerst vorsichtig angehen. Dies ist keine Angelegenheit, die sich lediglich auf die Dauer der Bildungsstufen beschränkt; sie hat einen weitaus größeren Wirkungsbereich. Es wird davon ausgegangen, dass die Diskussion viele Parameter umfassen muss.“
Yelkenci ging auch auf Kommentare zu alternativen Modellen wie „1+3“ oder „2+2“ ein, die in den Medien häufig erwähnt werden, und stellte klar, dass das Ministerium für nationale Bildung diesbezüglich noch keine Festlegungen getroffen habe. Es wurde betont, dass der Prozess im Lichte gesellschaftlicher Debatten und Expertenmeinungen gestaltet werden solle.
Yelkenci führte seine Worte wie folgt fort:
„Wir glauben, dass für mögliche Änderungen umfassende Bewertungen vorgenommen werden müssen und das treffendste Ergebnis gefunden werden sollte. Es gibt sehr viele Parameter, die das Ergebnis in der Bildungspolitik bestimmen. Aus diesem Grund sind sehr gut konzipierte Programme erforderlich. Plattformen wie das heutige Treffen tragen zu diesem Ziel bei. Solche Treffen werden von unserem Ministerium unterstützt.“
Im Workshop wurden verschiedene Vorschläge dazu geäußert, wie die Schulpflicht auf gymnasialer Ebene flexibler und effektiver gestaltet werden könnte. Pädagogen betonten insbesondere Themen wie die Orientierung der Schüler nach ihren Interessen und Fähigkeiten sowie die Diversifizierung beruflicher und akademischer Optionen.
Während die Teilnehmer auf die Notwendigkeit hinwiesen, den Prozess bezüglich Umfang, Dauer und Inhalt der Schulpflicht unter Einbeziehung vieler Akteure zu führen, wurde mitgeteilt, dass der Ergebnisbericht in den kommenden Tagen dem Ministerium für nationale Bildung vorgelegt werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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